Die Spende sei eine "bewusste Geste gegenüber den Mitgliedern von Aufsichtsräten, Betriebsräten, Gewerkschaftsangehörigen und deren Familien, die in großer Zahl von dem Telefondaten- Missbrauch betroffen waren". Empfänger der Spenden sollen laut Telekom Institutionen sein, die sich für einen verbesserten Datenschutz engagieren, die Mitbestimmung und Bildung fördern sowie zur Zivilcourage ermutigen.
Zusätzlich vereinbarte das Unternehmen nach eigenen Angaben mögliche Entschädigungen für betroffene Aufsichtsräte, Betriebsräte und Gewerkschaftsvertreter. Mit betroffenen Journalisten habe die Telekom Gespräche begonnen oder werde diese in Kürze aufnehmen.
Die Deutsche Telekom hatte 2005 und 2006 Telefonverbindungsdaten ausspähen lassen, um herauszufinden, wie sensible Informationen über das Unternehmen in die Medien und damit in die Öffentlichkeit gelangten. Die Spitzelaffäre war im Frühsommer 2008 bekannt geworden, nachdem der Konzern Strafanzeige erstattet hatte.
Insgesamt wurden die Telefonverbindungsdaten von bis zu 60 Personen ausgewertet - darunter prominente Gewerkschaftsvertreter wie Verdi- Chef Frank Bsirske oder der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Michael Sommer.