"Schlimme Krankheiten verlangen nach drastischen Heilungen", begründete Yan ihren Vorstoß. "Viele soziale Probleme sind mit den Internetcafés verbunden, und die Geschäftsleute vernachlässigen in der Regel ihre Verantwortung für die Gesellschaft." Sowohl Schulschwänzen und Computerspielsucht seien in den privat betriebenen Cafés begründet, so Yan.
In China gibt es mehr als 81.000 Internetcafés, insgesamt sind in dem Land rund 384 Millionen Menschen online - die größte Netzgemeinde der Welt. Die Behörden weiten die Internet- Zensur kontinuierlich aus. Einen rasanten Anstieg der Festnahmen von Cyber- Dissidenten in China verzeichnete zuletzt auch die Menschenrechts- Organisation Amnesty International. Die Inhaftierungen erfolgen laut AI- Bericht überwiegend wegen "Subversion" oder "Gefährdung der Staatssicherheit".