Die Bilder der Lumus- Brillen werden mithilfe von Spiegeln auf Reflektoren im Brillenglas projiziert, von wo sie auf das Auge weitergeleitet werden. So sind zum Beispiel dreidimensionale Bilder in 720p möglich. Sie erscheinen trotz Brille als einige Meter vom Auge entfernt, was einer schnellen Überanstrengung des Benutzers entgegenwirken soll.
Zwar verwendet zum Beispiel das Militär bereits ähnliche Produkte, dabei verdecken die angezeigten Bilder jedoch die Sicht - Lumus will dies mit der halb durchsichtigen Anzeige ändern. Die Firma nennt die Entwicklung "Augmented Vision", also "Erweiterte Sicht", da zum Beispiel GPS- Daten eingeblendet werden und während des Gehens den richtigen Weg zeigen können.
Die neuartigen Brillen sind vorrangig für Piloten, Soldaten oder Ärzte - als Operationshilfe - gedacht. Dennoch sollen sie in einigen Jahren auch den Massenmarkt erobern. Schließlich ist nicht nur die GPS- Anzeige möglich, der Nutzer kann außerdem im Internet surfen, E- Mails lesen, Videos oder TV sehen und sogar spielen.
Auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas gab es nun erstmals die Möglichkeit, die Brillen anzutesten. "Engadget" berichtet, der Effekt sei "ziemlich beeindruckend", die Farben seien kräftig und die Bilder überraschend klar. Dabei wiege eines der präsentierten Modelle lediglich 27 Gramm.
Bis die Lumus- Brillen ihren Weg auf den Massenmarkt finden, dürfte es noch Jahre dauern. Einige Prototypen seien jedoch bereits an Software- Entwickler ausgegeben worden, so Lumus.