Zwei Schwierigkeitsgrade stehen gleich zu Beginn zur Auswahl, der einfachere empfiehlt sich nur ungeübten Racern - verlieren ist so nämlich praktisch unmöglich.
Zum Gewinnen unabdingbar: Die überall verstreuten Lachgas-Pistolen, durch Drüberfahren eingesammelt, verhelfen per Nasseinspritzung zu wahren Höhenflügen. So rast es sich noch besser an den Konkurrenten vorbei.
Auf Gangsterjagd im Lamborghini
In "Evolution" warten diverse Meisterschaften, und schon kribbelt es in den Fingern. Also zuerst ein schnelles Rennen gestartet - doch auch hier warten verschiedene Modi. Der Spieler kann die virtuellen Mitstreiter in "Eliminierung" so lange Staub schlucken lassen, bis er als einziger übrig ist. Oder doch in sportlichen Polizeikarren auf Verbrecherjagd gehen? Wohl mehr als Fingerübung und zum Auswendiglernen der Strecken gedacht: Potenziell unendlich lange fahren, den selbst aufgestellten Highscore übertreffen und dabei beobachten, welchen Weg der Wagen dabei genommen hat. Oder möglichst lange der Polizei entkommen, eine ebenso unendliche Geschichte.
Lustiger: Einen der 44 lizensierten Wagen - natürlich wird der Großteil erst nach Siegen freigeschalten - schnappen und eine von 28 Strecken unsicher machen. Welch Genuss, nach genügend erfolgreich absolvierten Rennen darf die Kompaktklasse vernachlässigt werden - Lamborghini, Mercedes, Ducati, Kawasaki und viele mehr warten. Ducati, Kawasaki? Ja, auch Motorräder mit teils knackiger Steuerung warten auf rennhungrige Gamer.
Auf der Flucht
Auch wenn "Asphalt: Urban GT 2" optisch nicht den besten Eindruck macht, überzeugt das Spielgefühl. Mit über 400 Sachen einen Konkurrenten mit einem Lächeln auf den Lippen hinter sich zu lassen, wunderbar. Um sämtliche Strecken und Wagentypen freizuschalten, darf sich der Spieler nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen und muss in möglichst vielen Kombinationen fahren. Paris, London, New York und Tokio sind nur einige Städte, jede unterscheidet sich grundlegend von den anderen. Gemeinsam ist ihnen, dass das Umfahren von Stadtinventar Einnahmen bringt - Stichwort Stadtinferno -, Unfälle und von der Polizei erwischt zu werden kostet hingegen sauer verdiente Dollar-Scheine.
Im "Evolution"-Modus warten in der Schwierigkeit langsam steigende Meisterschaften, die in verschiedene Rennarten gegliedert sind. Ein Auto einer Fahrzeugklasse muss entweder mit Preisgeld gekauft werden oder es steht nach einem Sieg in der Halle. Leider wiederholen sich sowohl Strecken als auch Modi - auf die Dauer stockt die Lust am Rasen.
Lizenz zum originalgetreuen Rasen
Der größte Trumpf von "Asphalt: Urban GT 2" sind eindeutig die Lizenzen. Sowohl Beschleunigung als auch Höchstgeschwindigkeit entsprechen den realen Vorbildern - ebenso wie die Möglichkeit aufzurüsten, oder eben nicht. Bei den meisten Modellen erlaubt, verbitten sich einige Rennmaschinen das Aufmotzen. Außerdem stehen nicht immer alle Farben und Bodykits zur Verfügung. Knaller neben diversen Traumautos: Die Möglichkeit, mit einem Mülllaster, Strandbuggy und einem echten Formel-Eins-Boliden durch die Weltgeschichte zu düsen!
Fazit: Grafisch hinkt "Asphalt: Urban GT 2" ähnlichen Games - zum Beispiel für die Playstation Portable - deutlich hinterher. Das tut der Fahrfreude aber dank der gut gestalteten Rennstrecken kaum einen Abbruch. Interessanter - vor allem beim mehrmaligen Durchspielen derselben Orte - wäre aber gewesen, die einzusammelnden Items nicht immer am gleichen Ort zu deponieren. Negativ fällt am Game auf, dass für Copkiller Geld winkt - bedenklich. Dank der lizensierten, originalgetreu dargestellten Traumwagen bereitet "Asphalt: Urban GT 2" dennoch stundenlangen Rennspaß.
Plattform: Nintendo DS
Publisher: Ubisoft
Krone.at-Wertung: 85 %
Von Bernadette Geißler
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