Anti- Stress- App postet bei Twitter, Facebook und Co.

20.05.2012, 11:00
Anti-Stress-App postet bei Twitter, Facebook und Co. (Bild: kitkat.com)
Foto: kitkat.com
Social Media, also Facebook, Twitter und Co., führen offenbar nicht nur zu einer vernetzteren Welt, sondern auch zu vermehrtem Stress bei vielen Usern. Eine neue Werbe- App soll Abhilfe schaffen: Sie übernimmt im Namen des Nutzers das regelmäßige Posten.

"Social Break" , also "soziale Pause", nennt sich die App (auf Englisch) eines großen Süßwarenherstellers. Wer diese herunterlädt, kann seine Zugänge bei Facebook, Twitter und LinkedIn angeben und wählen, in welchem Abstand das Programm im eigenen Namen aktiv werden soll.

Eine von acht vorgegebenen Nachrichten wird dann per Zufall von der App wiedergegeben, zudem werden Links und Fotos anderer Nutzer mit "Gefällt mir" bedacht oder Twitter- Nachrichten beantwortet. Das Ganze sei mehr als nur ein Gimmick, erklärte die Werbeagentur JWT gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Besonders in Asien nehme der Stress unter jungen Menschen, ständig in sozialen Netzwerken aktiv zu sein, kontinuierlich zu.

Hälfte der Nutzer gestresst vom sozialen Netz

Bei einer Untersuchung von 900 Internetnutzern zwischen 19 und 26 Jahren in China, Singapur und den USA habe man herausgefunden, dass die Hälfte ihre "Verpflichtungen" im sozialen Netz als zu zeitaufwendig empfindet. Die Zeit, die auf diesen Websites verbracht werde, habe einen negativen Einfluss auf Job oder Studium. Gleichzeitig würden sich viele junge Nutzer unter Druck gesetzt fühlen, ihren Freunden so schnell wie möglich online zu antworten, ihre Fotos, Kommentare und Co. zu bewerten.

Zukunft soll künstliche Intelligenz bringen

Dabei solle Social Media doch eigentlich Spaß machen und keine lästige Pflicht sein, so JWT. Die "Social Break"- App soll daher auch keine einmalige Sache bleiben. Habe sie Erfolg, solle sie so weiterentwickelt werden, dass künstliche Intelligenz für automatische Antworten sorgt. Derzeit sei man aber noch damit beschäftigt, dass die App nicht zu peinlichen oder beleidigenden Situationen führe - etwa einem witzigen Kommentar unter dem Eintrag, dass gerade der Großvater eines Freundes verstorben ist.

Plan B: Einfach mal abschalten

Die Nutzung der App ist demnach vorerst nur mutigen, englischsprachigen Nutzern zu empfehlen. Schließlich ist auch nicht klar, wie gut die eigenen Zugangsdaten über die App geschützt sind. Alle anderen, die dem Stress der sozialen Netzwerke entkommen wollen, tun gut daran, die eigene Präsenz im Web einfach mal ruhen zu lassen.

bge
Drucken
Werbung
0
Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings, bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Kommentar schreiben
500 Zeichen frei.
Werbung
Meistgelesen
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2013 krone.at | Impressum