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Peinlich für Gusenbauer
 
Das freie Wort
Ich bin am Mittwochabend von Wien nach Linz gefahren. Kurz nach Wien überholen mich zwei schwarze Limousinen. Beim Knoten Steinhäusl konnte ich sie wieder einholen.
Mich hat interessiert, wer das ist: der Wagen unseres Bundeskanzler Gusenbauer! Er war Beifahrer. Nach der Baustelle habe ich dann die beiden Wagen aus den Augen verloren, denn sie fuhren mit 180 bis 200 km/h.
Ich bin auch der Meinung, wenn's der Verkehr zulässt, warum nicht? Tatsache ist aber, dass ich bestraft werden, wenn ich zu schnell bin.
Es ist mir klar, dass der Herr Bundeskanzler nicht von der Polizei aufgehalten wird und Strafe zahlen muss. Aber muss er nicht auch unsere Gesetze einhalten, beziehungsweise, sollte er nicht gewissermaßen als Vorbild wirken?
Ich würde mich freuen, wenn Herr Gusenbauer persönlich dazu Stellung nähme, warum er beziehungsweise sein Fahrer zu schnell fahren darf. Ich glaube, er ist auch allen Autofahrern, die sich an unsere Gesetze halten, eine Antwort schuldig.



Paul Stieger, Linz
erschienen am So, 14.10.
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