Bei schweren Turbulenzen oder bei Flugzeugabstürzen geistert immer wieder die falsche Bezeichnung durch die Medien, das Luftfahrzeug sei in ein Luftloch geraten. Diese unrichtige Annahme findet nicht nur im Volksmund Verwendung. So wurde zuletzt am 10. August 2012 bei den „ZIB 2“-Nachrichten nach dem Absturz einer Propellermaschine in den USA behauptet, dass ein Luftloch zum Absturz geführt hätte. In der natürlichen Atmosphäre gibt es kein Luftloch, wohl aber mitunter kräftige Auf- und Abwinde, insbesondere bei Gewittern, ferner Crosswinde, die zu unliebsamen Turbulenzen führen und für die Luftfahrt gefährlich werden können. So stellen Windscherungen in Bodennähe eine sehr ernst zu nehmende Gefahr dar. Aufgrund der besonderen Topografie des Landes können bei starken Winden im Hügelland und vor allem im Gebirge für zu niedrig fliegende Luftfahrzeuge unfallträchtige Abwinde (Leewinde) entstehen.
Peter Puster, ehemals Zivilfluglehrer,Feldkirchen bei Graz
erschienen am Mo, 13.8.