Rettungsgasse wird zur Sackgasse Die eigentlich verpflichtend bei einem Stau zu bildende Rettungsgasse auf Autobahnen und Schnellstraßen entpuppt sich offensichtlich immer öfter als Sackgasse, so lautet zumindest die Kritik einiger mutiger Mitglieder diverser Einsatzorganisationen, und die müssen und werden es wohl wissen! Ehrlich gesagt, habe ich das bereits vor der Einführung befürchtet! Österreich ist spätestens seit der EU-Osterweiterung ein klassisches Transitland, in dem auf dem hochrangigen Straßennetz Verkehrsteilnehmer aus aller Herren Länder aufeinandertreffen. Generell ist zu beobachten, dass sich ausländische Lenker sehr wenig um unsere Verkehrsbestimmungen scheren! Wozu auch! Polizeikontrollen erfolgen nur selten, und wenn, dann fallen die Strafen im Vergleich mit anderen Ländern sehr moderat aus! Unser Nachbarland Italien hat seinen Verkehrstrafenkatalog und das Vorgehen gegen Verkehrssünder in den vergangenen Jahren drastisch verschärft: Bei immensen Überschreitungen des Tempo- und Alkohollimits drohen dort auch unbedingte Haftstrafen und die Enteignung des Fahrzeuges, während der Nachtstunden werden allfällige Strafen automatisch verdoppelt, und während man bei uns darüber diskutiert, wie und von wo aus man fotografieren soll, damit die Strafe auch im Ausland vollstreckt werden kann, so werden in Italien ausländische Lenker bei Zuwiderhandlungen sofort von der „Polizia stradale“ angehalten und Bußgelder an Ort und Stelle kassiert! Der Erfolg spricht für Italiens Politiker: Die „automobilisti“ sind im Vergleich zu früher viel zahmer und disziplinierter geworden, und die Zahl der Unfälle ist stark zurückgegangen! Fazit: Gegen manche allzu undisziplinierte „Gfraster“ helfen nur hohe und strenge Strafen, e basta!
Florian Stadler,Aschach/Donau
erschienen am Mo, 13.8.