Leider musste ich mich über den Artikel von Dora Varro in der „Krone“ vom 6. 6. 2010 sehr ärgern! Sie hat anscheinend keine Ahnung, wovon sie schreibt, wenn sie meint: „Westernreiten hat mit der ernsten Sportart Reiten ungefähr so viel zu tun wie Radfahren mit der Formel 1“. Letzteres stimmt, ja, aber Westernreiten ist sehr wohl eine ernst zu nehmende Art zu reiten, noch dazu für manche Ranchbesitzer in Amerika deren Lebensunterhalt, wenn sie ihre Viehherden von A nach B treiben müssen und dabei bis zu 18 Stunden im Sattel sitzen. Davon sind Schumi und Co. weit entfernt. Das sollen sie uns mal zeigen, ob sie dann auch noch meinen, Westernreiten sei nicht ernst zu nehmen! Auch Westernpferde sind sensible Lebewesen, die nicht als „Spaß“ angesehen werden wollen! Pferde über Hindernisse zu jagen, finde ich nicht als lebenswichtig bzw. notwendig, hat das schon jemals einer zum Leben gebraucht? Und damit meine ich nicht die heutigen Turnierreiter, die sich damit ihr Geld verdienen und ihre Pferde in noch jüngeren Jahren in den „Ruhestand“ schicken müssen, weil die Beine kaputt sind! Trotzdem wird dem Springsport mehr Interesse entgegengebracht. Dressur finde ich wichtig beim Pferd - sowohl beim englisch gerittenen als auch beim Westernpferd, weil das ja schließlich Gehorsamsprüfungen sind. Die Grundausbildung des Pferdes fängt immer mit Bodenarbeit an, und da ist sehr wohl ein Zusammenhang vorhanden mit „ernstem“ Reiten, wie Dora so schön meint! Jede Zusammenarbeit mit egal welchem Tier ist ernst zu nehmen! Sie soll sich doch, bitte, mal damit beschäftigen, bevor sie nächstes Mal so einen Müll verzapft! Aber sie ist ja noch jung und wird es hoffentlich noch lernen.
Doris Wetzinger, per E- Mail
erschienen am Do, 10.6.