Der Euro ist in Gefahr. Griechenland beinahe bankrott! Der EU-Vertrag verbietet Hilfe, erweist sich als „Antisolidaritätsvertrag“. Aber im Umgehen der für bestimmte Lobbys gefährlichen Klippen geübt, finden EU-Experten auch hier einen Ausweg, damit die Gewinnoptimierung nicht gefährdet wird. Kredite vermitteln Banken, für welche Garantien übernommen werden, damit Banken durch die Finanzkrise gesunkene Gewinne durch entsprechende Zinsen solcher Neukredite optimieren können. Keine Direkthilfe ohne Zinsen ist erlaubt, sondern wieder nur eine „verteuernde Mittelbarkeit“, wie so oft in der EU! Aber kein Risiko für die, welche die dafür notwendige Garantie leisten. Denn wenn etwas schiefgeht, wird alles durch die Leistung braver Steuerzahler gedeckt sein. Niemand kommt nach viel leerem Gerede tatsächlich auch auf den Gedanken, den rund um den Globus grenzüberschreitend agierenden Spekulanten wirksam entgegenzutreten. Wo sind die Richtlinien der Europäischen Union, wo die Gesetze der EU-Mitgliedstaaten, welche die schon beginnenden Spekulationen, diese „finanzsportlichen Wetten“ um die Stabilität der griechischen Währung, verhindern? Kann es wirklich sein, dass sogar bei einigen „europäischen Leistungsträgern“ bereits Vorfreude auf hohe Gewinne aufkeimt, während die „Leistungserbringer“, die vielen kleinen Arbeitnehmer und Gewerbetreibenden, bereits wieder sorgenvoll zu stöhnen beginnen?
Dr. Karl Hunna, Wien
erschienen am Sa, 20.3.