Nachdem die Arbeit bei der Post immer weniger wird, aber das (unkündbare) Beamtenheer gleichgeblieben ist, wird versucht, bis zu 500 dieser Leute mit allen (Beamten-) Rechten, bei der chronisch an Personalmangel leidenden Polizei in deren Verwaltung unterzubringen. Der „Erfolg“ dieser Aktion waren bisher 80 (!) ehemalige Postler, die sich umschulen ließen. Es ist also der Verdacht nicht von der Hand zu weisen, dass die Mehrzahl dieser Beamten, weil man sie ja nicht entlassen kann, lieber Daumen drehend auf die (Früh-) Pension wartet, anstatt einer nützlichen Beschäftigung nachzugehen; sogar eine 10.000-Euro-„Umstiegsprämie“ für „arbeitslose“ Postbedienstete scheint kein Ansporn zu sein (viele „echte“ Arbeitslose würden sich tausendmal bedanken, wenn sie einen solchen Job bekämen). Da hege ich schon den Verdacht, dass denen Nichtstun Freude macht
Franz Weinpolter, Wien
erschienen am Sa, 20.3.