Alles hat bekanntlich zwei Seiten, entsprechend der persönlichen Sichtweise. Das Negative wird gerne ausgewalzt, mit starken Sprüchen und Halbwahrheiten, aus Mücken werden Elefanten, gegnerische Politiker madig gemacht. Das nennt man populistisch und wird von vielen Mitbürgern, Teilen des Volkes, auch von einigen Leserbriefschreibern angewendet. Es gibt Verunglimpfungen, man schürt Ängste und Sorgen. Konstruktive Vorschläge sind Mangelware. Die Wortführer verlangen Mitspracherecht der Bürger, jedes Gesetz sollte einer Volksbefragung oder Abstimmung, wie in der Schweiz, unterzogen werden. Wenn dann jährlich etwas sechs Wahlvorgänge notwendig wären, würden die Erfinder dieser basisdemokratischen Idee wieder schreien. Positive Reaktionen auf Bemühungen der Regierung zu einem längst fälligen Sparprogramm, nach einer Periode von „Geschenken“ an die Banken und sonstigen weitreichenden Förderungen, wären hilfreich, um die gegenwärtige Krise zu bewältigen.
Dr. Reinhold Soxberger, Sollenau
erschienen am Sa, 20.3.