Mit jenen Leuten, die ein wertloses Schmuckstück kaufen, welches jemand auf der Straße „gefunden“ und ihnen zum Kauf angeboten hat, kann ich so überhaupt gar kein Mitglied haben. Mir wurde auch vor einiger Zeit - ich kannte diesen Trick damals noch nicht - von einer Frau ein breiter golden aussehender Ring, welchen sie vor meinem Fahrzeug scheinbar aufgehoben hatte, zum Kauf angeboten. Als ich ihr antrug, sie zum nächsten Wachzimmer zu fahren, wo sie die Fundsache abgeben könne, nahm sie schleunigst Reißaus. Diejenigen, die an solchen unehrlichen Geschäften kräftig verdienen wollen, mögen nur ordentlich draufzahlen. Solche Leute sind um keinen Deut besser als die Trickbetrüger. Jedes Volksschulkind weiß, dass man Fundsachen nicht behalten darf, sondern diese abgeben muss.
Manfred Holek, Wien
erschienen am Mi, 17.3.