Vor rund zehn Jahren, am 19. Februar 2000, starb Friedensreich Hundertwasser mit 71 Jahren unter etwas mysteriösen Umständen während einer Kreuzfahrt in Neuseeland. Der auch international sehr anerkannte österreichische Künstler machte sich vor allem als Maler, aber auch als Architekt einen Namen. Von ihm entworfene oder adaptierte Gebäude stehen nicht nur in Österreich, sondern in Deutschland und vielen anderen Staaten, darunter sogar in den USA. Nach seinen wilderen Jahren - in bleibender Erinnerung sind noch die „mutigen“ Nacktauftritte bei diversen Ausstellungen Ende der 60er-Jahre - mutierte er mit zunehmendem Alter zu sehr konservativen Ansichten. Er verachtete alle Diktaturen, war überzeugter Antistalinist, bekannte sich zur Monarchie und war zuletzt, als sich die EU selbst demaskiert hat und die dahinterstehende Fratze sichtbar wurde, ein fanatischer Gegner der Union. Auch wenn er sich im Stil ein wenig an den katalanischen Architekten Gaudí angelehnt hat, setzte er sich und seinen vielfältigen Aktivitäten, vor allem mit Unikaten wie dem sogenannten Hundertwasserhaus in Wien und einer steirischen Therme, ein bleibendes Denkmal und hat in den Kunstarchiven unseres Landes einen nachhaltigen Stellenwert.
Mag. Martin Behrens, Wien
erschienen am Mi, 17.3.