Österreich ist tief verstrickt im politischen Netz Europas, kann sich von den falschen globalen Zielen der Politik nur durch Rückkehr zur ursprünglichen Fassung und strikten Einhaltung der bewaffneten Neutralität erfolgreich distanzieren. Angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise wurden Änderungen versprochen, die zur Abschaffung der verursachenden Missstände (vor allem der Mechanismen mit katastrophalen Auswirkungen auf Österreich) führen würden. Die jetzt erkennbaren Maßnahmen beginnen scheinbar bei den ÖBB und lassen Böses ahnen. Denn es blieb unwidersprochen, dass der neue ÖBB-Chef als Zeichen „besonderer Sparsamkeit“ um 100.000 Euro mehr Gehalt bekommt als der bisherige. Um alle Ziele zu erreichen (einschließlich eines bescheidenen Beitrages zur Umverteilung von Arm zu Reich?), soll es für Bahnmanager, wahrscheinlich beispielgebend für alle Wirtschaftszweige, „Erfolgsprämien“ geben. Nach dem Geheimgipfel der Koalition ist ein Belastungstsunami sicher. Unsicher aber bleibt noch, wen dieser in vollem Ausmaß treffen wird. Werden es die Verursacher und Spekulationsgewinner der Finanz- und Wirtschaftskrise sein oder die arbeitenden Menschen, die Rentner und „sozial“ versicherten Kranken? Selbst wenn die Bürger wollten, sie könnten nichts gegen den sozialen Abstieg der Masse unternehmen. Denn die Ankurbelung der Wirtschaft durch gezielten Kauf österreichischer Waren (zwecks Arbeitsplatzsicherung) wurde praktisch unmöglich, da nicht mehr Österreich drin ist, wo Österreich drauf steht. Eines der Ergebnisse der EU-konformen Politik, welche Europa schwächt. Anstatt endlich ein innerlich starkes Europa aufzubauen, wirtschaftlich und militärisch stark genug, um sich aus eigener Kraft zu verteidigen, wird die europäische Wirtschaft durch weitere weltweite Vernetzung infolge der Globalisierung von außereuropäischen Mächten noch abhängiger, und die Elite mancher europäischer Staaten verblutet bereits in Afghanistan (nachdem Großbritannien und die Sowjetunion dort gescheitert waren) zu Ehren der USA, während China (bei dem die Wirtschaft der USA bereits verschuldet) den Weltmarkt erobert und ein Pyrrhus-Sieg in Afghanistan droht. Dank Europas offener Grenzen gibt es nicht nur ausufernde Zuwanderung und Kriminalität sowie mafiaartige grenzüberschreitende Strukturen, sondern auch im Verborgenen (den Geheimdiensten bereits zum Teil bekannt) schlummernde islamistische Terroristenzellen. Der Sturm auf die geschwächte „Feste Europa“ droht.
MedizinalratDr. Karl Hunna, Wien
erschienen am Sa, 13.3.