Was für ein Aufwand! Aus meiner Familie sind manche ausgewandert. Die Landessprache der neuen Heimat haben sie „von selber“ gelernt. Die „gekonnten“ Einwanderungsländer (USA, Kanada, Australien) überlassen es nämlich den Einwanderern, die Sprache zu lernen. Ich selber ging 1951 als Au-pair nach Italien, ohne ein Wort Italienisch zu können. Nach einem Jahr sprach ich bestens und zehre heute noch von diesem Können. Außerdem: Wer die Landessprache spricht, ist deshalb längst noch nicht integriert. Das sieht man in Frankreich an den französisch sprechenden Zuwanderern aus den französischen Kolonien. Viele davon sind in der dritten Generation immer noch nicht „integriert“ (siehe brennende Vorstädte!), und dabei ist Französisch ihre Muttersprache.
Maria Klingler,Kirchdorf, Tirol
erschienen am Sa, 13.3.