Angesichts der Medienberichte über den Wahlkampf zur bevorstehenden Bundespräsidentenwahl, stellt sich mir - angesichts der Kosten und des Aufwandes, den so eine Wahl mit sich bringt - die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Amtes und des Wahlverfahrens. Die Wahl des BP durch das Volk sollte im ursprünglichen Sinn gewährleisten, eine über den politischen Parteien stehende, die vitalen Interessen aller Menschen in diesem Land vertretende Persönlichkeit, an die Spitze des Staates zu stellen. Eine moralische, eine integere, eine einende, eine standhafte, glaubwürdige Persönlichkeit mit Vorbildwirkung. An dieser Latte gemessen, fallen mir da ad hoc nur Renner, Körner und Kirchschläger ein. Und da stellt sich sofort die Frage, muss dieser Mensch unbedingt aus den politischen Reihen kommen? Wenn ja, wozu dann die kostspielige Wahl durch das Volk? Das Dilemma der bevorstehenden Wahl spiegelt sich ja deutlich im Wahlkampf wider. ÖVP, Grüne und BZÖ nominieren keine Kandidaten. Fischer wird zum Parteisoldaten und ewig Linken abgestempelt, und Rosenkranz versucht auf armselige und unglaubwürdige Art ihr Geschichtsverständnis zu bemänteln. Ein Sprichwort sagt: Ehe du ein Wort geäußert hast, bist du sein Herr, nachher ist es der deine. Arm san ma!
H. A. Ecker,Baden
erschienen am Sa, 13.3.