Danke, Herr Stephan Pestitschek - treffender kann es doch wirklich niemand schreiben. Ich zähle mich zur Bevölkerungsgruppe der „Besserverdiener“ und frage mich anhand meiner Gehaltsabrechnung immer wieder, warum ich mir das alles eigentlich antue. Aber egal, mir macht meine Arbeit eben Spaß - vielleicht ist das auch der große Unterschied zu den vielen, die „arbeiten gehen müssen“. Tatsache ist, dass man ein Volk durch schlechtes Gewissen leicht lenkbar machen kann. Deshalb wird jede Kritik an der „Zuwanderung“ in Fremdenhass umgemünzt, der Klimawandel wird Autofahrern, Wohnungsbesitzern und auch den Fleischessern in die Schuhe geschoben, damit löst man Schuldbewusstsein aus und kann ungeniert abkassieren. Das Dumme dabei ist, die Gesetzmäßigkeiten der Natur und des Lebens lassen sich damit nicht beiseiteschieben. Kilmawandel gibt es, seit die Erde existiert, der kümmert sich auch nicht um Klimaforscher und Politiker! Und ständig den sogenannten „Unterprivilegierten“ das Geld nachzuschmeißen, führt endgültig auch in eine Sackgasse - heißt es doch schon in der Bibel: Gib einem Hungernden nicht einen Fisch, sondern lehre ihn fischen. Unterstützen wir also unsere Zuwanderer ständig nur mit Geld und helfen ihnen, ihre Identität und Tradition zu wahren, anstatt sie unsere Lebensart zu lehren - wir werden uns schon bald alle auf ihrem Niveau wiederfinden. Integration gelungen. Noch aber gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass vielleicht auch einige maßgebliche Politiker ein wenig über Tellerrand und Parteidoktrin schauen und sie die Sorgen der österreichischen Bevölkerung wieder ernstnehmen.
Josef Schabel, per E- Mail
erschienen am Mo, 4.1.