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Nach Hundebiss: Zweijähriger auf Weg der Besserung

30.01.2012, 17:05
Nach Hundebiss: Zweijähriger auf Weg der Besserung (Bild: Jürgen Radspieler)
Foto: Jürgen Radspieler
Jenem Zweijährigen, dem am Sonntagnachmittag in Rettenbach im Südburgenland von einem Hund ins Gesicht gebissen wurde, geht es laut Auskunft des LKH Graz (Bild) den Umständen entsprechend gut. Der Staffordshire- Terrier hatte den kleinen Bennet - wie berichtet - an der linken Wange erwischt. Dem Zweijährigen dürfte eine kleine Narbe bleiben, hieß es.

"Der Bub wurde unter anderem vom Plastischen Chirurgen auf der Kinder- und Jugendchirurgie operiert, wo er sich derzeit auch befindet", so die Sprecherin des Krankenhauses. Bei dem Biss wurde ein Nerv durchtrennt, der genäht wurde.

Ob die Verletzung am Nerv Folgen haben werde, könne man derzeit nicht sagen. Durch die tiefe Bisswunde sei eine weitere Operation in etwa einer Woche notwendig, "um das Gewebe wieder vollständig herzustellen". Eine weitere Biss- Attacke gegen das Bein des kleinen Bennet dürfte ohne Folgen verlaufen sein.

"Musste Maul aufreißen, um mein Kind zu retten"

Der Zwischenfall ereignete sich am Sonntag gegen 16 Uhr. "Es war ein ganz normaler Sonntag, wir haben in der Küche Kaffee getrunken, meine Tochter war mit Bennet im ersten Stock", erzählte Opa Hans- Jürgen T. Die gellenden Schmerzensschreie seines zweijährigen Enkels wird der Mann wohl nie vergessen. Sofort kam er Mutter und Kind zu Hilfe.

"Ich musste dem Hund das Maul aufreißen, um mein Kind zu retten. Dabei wurde ich selbst an den Fingern verletzt", schilderte Mutter Sharona M. den dramatischen Vorfall. Der schwer verletzte Bub wurde nach der Erstversorgung mit dem Notarzthubschrauber Christophorus 16 ins Landeskrankenhaus Graz geflogen.

Nach der ersten geglückten Operation hoffen zu Hause natürlich alle, dass der Blondschopf bald wieder lachen kann. Ungeklärt bleibt die Frage, warum Staffordshire- Terrier "Ike" plötzlich zubiss - was nach der Attacke mit dem Vierbeiner geschehen soll, ist hingegen bereits gewiss: "Der Hund kommt auf alle Fälle weg", so die Mutter des kleinen Bennet.

Sabine Oberhauser, Kronen Zeitung/AG/red
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