Zudem entspann sich ein Streit zwischen Dunst und Landesrätin Michaela Resetar (ÖVP), die unmittelbar hintereinander Pressekonferenzen abhielten. Erstere warf der Kindergartenreferentin vor, die notwendigen Schritte versäumt zu haben, weshalb die SPÖ tätig werden musste, damit das Vorhaben am Donnerstag in der Landtagssitzung beschlossen werden kann. Sonst hätte das Burgenland nicht ab September die 2,1 Millionen Euro aus der 15a-Vereinbarung einlösen können - oder im Sommer einen zusätzlichen Landtag abhalten müssen. Diese Vorwürfe wies Resetar als "reine Polemik" zurück. "Ich kommentiere das auch nicht, ich bin den Rechtsweg gegangen", so die Politikerin.
Tagesmütter als Ersatzlösung
Dunst kündigte an, dass es einen Zuschuss für Kinderkrippen geben werde. In Gemeinden, in denen der Kindergarten nachmittags nicht geöffnet ist, können die Eltern am Nachmittag für die Zeit bis zu ihrem Arbeitsende auf Tagesmütter zurückgreifen. Dafür bekommen sie eine Unterstützung, falls ihr Einkommen ein bestimmtes Niveau nicht überschreitet.
Betreuung während der Ferienzeit
9.500 Buben und Mädchen in burgenländischen Kinderbetreuungseinrichtungen werden bald in die Sommerferien gehen. Besonders erfreulich für Resetar ist, dass es immer mehr Möglichkeiten gibt, die Sprösslinge dort auch während der langen freien Zeit unterzubringen. Einige Gemeinden hätten "Pools" gebildet, um in den Ferien offen halten zu können.
Einkommensabhängiges Kindergeld sei "richtige Maßnahme"
Vom geplanten einkommensabhängigen Kindergeld zeigte sich Dunst regelrecht begeistert: "Das ist die richtige Maßnahme zur richtigen Zeit." Dies würde vielen Frauen ermöglichen, Ja zum Kind sagen zu können. Auch Resetar äußerte sich "sehr, sehr positiv". Sie werde sich die Maßnahme im Detail ansehen.
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