Die Fakten: Vor fünf Jahren war eine serbische Familie aus ihrer Heimat geflüchtet und nach Stinatz gekommen. Während das Asylverfahren lief, haben sich die Eltern mit ihren zwei Töchtern, heute zehn und 17 Jahre alt, laut Dorfbewohnern gut eingelebt.
Neben dem Roten Kreuz hatte sich auch die Volksschule mit einem Ansuchen ans Land für den Verbleib der Familie in Österreich eingesetzt. Vergebens. Nach einer ersten Absage und der Berufung folgte Ende 2009 der Negativbescheid – die Familie soll nun abgeschoben werden. Amtliche Groteske: Erst vor wenigen Tagen wurde dem Vater ein Gewerbeschein als Bauarbeiter ausgestellt!
Erneut wird jetzt heftige Kritik am langsamen Behördenapparat laut. „Die Asylverfahren dauern zu lange. Es kann nicht sein, dass eine voll integrierte Familie nach vielen Jahren das Land verlassen muss“, heißt es.
von Karl Grammer und Christian Schulter, Kronen Zeitung