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Falsche Polizisten treiben ihr Unwesen im Burgenland

07.02.2012, 12:24
Falsche Polizisten treiben ihr Unwesen im Burgenland (Bild: dpa/Jens Wolf)
Foto: dpa/Jens Wolf
Falsche Polizisten treiben im Burgenland ihr Unwesen: Vergangene Woche wurde ein 62- Jähriger bei Lutzmannsburg im Bezirk Oberpullendorf von vermeintlichen Zivilbeamten angehalten, nun hat auch eine 38- jährige Frau eine Anzeige eingebracht - in beiden Fällen verlangten die Unbekannten von den Autofahrern Geld. Die Polizei rät nun allen Lenkern, sich bei Anhaltungen von Beamten in Zivil stets den Dienstausweis zeigen zu lassen.

Bereits Mitte Dezember hielten die Unbekannten die Lenkerin aus Ungarn in Unterpullendorf wegen angeblichen Schnellfahrens auf und verlangten dafür 20 Euro. Da sich die Frau weigerte zu bezahlen, stiegen die Männer in ihren silbernen BMW mit Wiener Kennzeichen und fuhren davon. "Möglicherweise hat die Frau erst jetzt Anzeige erstattet, weil sie in der Zeitung von dem anderen Fall gelesen hat", meinte ein Ermittler des Bezirkspolizeikommandos Oberpullendorf am Dienstag.

So verlangten die dreisten Unbekannte am vergangenen Donnerstagabend von einem 62- jährigen Burgenländer sogar 500 Euro oder seinen Führerschein. Die zwei Männer hatten den Lenker mit ihrem Pkw mit ungarischen Kennzeichen überholt und durch Abbremsen zum Anhalten gebracht. Auch in diesem Fall stiegen sie wieder in ihren Wagen und fuhren davon, als sich der Burgenländer weigerte, weder 500 Euro noch seinen Führerschein herzugeben.

"Unbedingt Dienstausweis verlangen"

"Ein Muster ist schwer zu erkennen. Es sind immer andere Angaben", erklärte der Ermittler. "Die Beschreibungen zu den Unbekannten fällt immer unterschiedlich aus. Einmal sprechen die Männer mit ungarischem, beim nächsten Mal mit hochdeutschem Akzent. Auch Pkw und Kennzeichen unterscheiden sich immer", so der Beamte.

Bei einer Anhaltung von Zivilbeamten solle man sich unbedingt einen Dienstausweis zeigen lassen, rät der Polizist. "Wenn einem etwas komisch vorkommt, unbedingt einen Dienstausweis verlangen. Dieses Recht hat jeder Staatsbürger. Hat er keinen dabei, nichts aushändigen. Meistens fahren diese 'falschen Polizisten' dann davon."

Außerdem ist es für die Ermittler hilfreich, das Kennzeichen zu notieren und mit diesen Angaben zur Polizei zu gehen. "Zu beachten ist auch, dass ein Organmandat im ganzen Land gleich ausschaut. Bekommt man keinen Beleg oder beispielsweise einen komischen A4- Zettel, dann stimmt etwas nicht", so ein Kriminalist.

AG/red
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