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Enormer Schaden nach Brand in Schnapsbrennerei

18.01.2012, 10:45
Enormer Schaden nach Brand in Schnapsbrennerei (Bild:  (Bild: BFKDO Jennersdorf/Eduard Erber))
Immensen Schaden hat in der Nacht auf Mittwoch ein Brand in einer Schnapsbrennerei im Südburgenland verursacht. In einer Lagerhalle des Betriebes in Krobotek war aus derzeit unbekannter Ursache ein Feuer ausgebrochen. Kurz vor Mitternacht konnte schließlich "Brand aus" gegeben werden. Bei den Löscharbeiten waren über 180 Feuerwehrleute von zwölf Wehren im Einsatz. Etwa zwei Drittel des Gebäudes wurden von den Flammen zerstört.

Zuerst rückte die Ortsfeuerwehr aus: "Von dieser ist gleich Großalarm gegeben worden, da die Halle eigentlich schon in Vollbrand stand", schilderte der Jennersdorfer Bezirksfeuerwehrkommandant Günther Pock.

"Bis 100.000 Liter hochprozentiger Alkohol gelagert"

"Das Gefährliche an der Sache war, dass in dieser Halle zirka 70.000 bis 100.000 Liter hochprozentiger Alkohol gelagert waren und man hat nicht gewusst, wie sehr erhitzt diese Tanks sind", so Pock. Der Alkoholgehalt liegt bei etwa 92 bis 95 Volumsprozent. Vom Brand her habe laut Pock keine große Gefahr bestanden. Es sei aber die Gefahr gewesen, dass ein Alkoholtank hätte bersten können. Weil dadurch Explosionsgefahr bestand, konnten die Feuerwehrleute ihren Löschangriff nicht so nahe am Brandherd beginnen wie sonst üblich.

Stattdessen musste man mit Wasserwerfern aus großer Distanz arbeiten. "Man hat sehr lange Löschleitungen aufbauen müssen und mit Tankwagen einen Pendelverkehr zur Löschwasserversorgung eingerichtet", da die Hydranten alle an einer Ringwasserleitung gelegen seien, so Pock: "Das hat problemlos funktioniert."

"Sachschaden ist halt immens"

"Wir haben dann den Brand soweit eindämmen können", schilderte der Kommandant. Gegen 23.45 Uhr konnte schließlich "Brand aus" gegeben werden. Sein Resümee: "Es ist kein Tank geborsten, es ist niemand zu Schaden gekommen. Aber der Sachschaden ist halt immens."

Die Halle mit einer Länge von schätzungsweise 60 bis 70 und einer Breite von 15 bis 20 Metern sei zu etwa zwei Drittel vernichtet worden. Das restliche Drittel, das durch eine Brandschutzmauer abgeteilt war, habe man erhalten können. Dieser Teil sei auch nicht stark beschädigt.

Auch außerhalb der Lagerhalle befanden sich Tanks, von denen man nicht gewusst habe, ob sie voll seien. "Es hat sich herausgestellt, dass diese Tanks leer waren", schilderte Pock.

AG/red
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