Zugegeben, die überaus üppigen Lichtdekorationen in den belebten Einkaufsstraßen und in den Geschäften können manchmal auch ganz schön nerven. Doch wissenschaftlich belegt ist, dass Licht- Dekorationen tatsächlich die Stimmung heben: Licht und Helligkeit ganz allgemein werden nämlich mit durchwegs positiven Gefühlen, wie etwa Sicherheit, Geborgenheit, Wärme etc., verbunden. Und so kann schon eine einfache Lichterkettendekoration im Nu den eisig- verschneiten Garten in einen romantischen Zaubergarten verwandeln.
Entsprechend der überaus hohen Beliebtheit von Lichtdekorationen in unseren Breiten ist mittlerweile auch das Angebot dementsprechend groß. Die Palette reicht dabei von grellem Kitsch über beliebte Kinderklassiker, wie etwa Elfen oder Rentiere, bis hin zu puristisch- schlichten, aber überaus effektvollen Licht- Szenarien.
Als Leuchtmittel stehen Lichterketten, Lichterschläuche, Lichtbilder und sogar verschiedenste Schriftzüge – auf Wunsch und gegen Bares auch individuell gestaltbar - zur Verfügung.
Wofür man sich letztlich entscheidet, ist reine Geschmackssache. Bedenken sollte man jedoch – schon um des lieben nachbarschaftlichen Friedens willen –, dass die Außenlichtspiele mit Rücksichtnahme auf die Umgebung gestaltet werden müssen.
Absolutes No- go etwa sind bunte Engeln, die auch noch um Mitternacht das Schlafzimmer des Nachbarn in grell- bunte Farbspiele tauchen. Und auch die noch so nette Licht- Leuchtfigur am Fenster des Kinderzimmers bringt wenig, wenn sie den Nachwuchs am Einschlafen hindert (oder gar Angst macht).
Auch bei den winterlichen Lichtspielen im Außenbereich gilt daher ein wichtiger Grundsatz jeder Wohn- Dekoration: Weniger ist oft mehr.
Tipp: Vor dem Bestellen und Anbringen der Leuchtmittel sich Zeit für eine kurze Planung der Außenbeleuchtung nehmen und wichtige Punkte vorab festlegen. Zum Beispiel: In welchem Raum hält man sich abends am meisten auf – aus welchen Fenstern blickt man worauf? Gibt es spezielle Pflanzen im Garten oder auf dem Balkon, die sich besonders gut zum Dekorieren eignen? Welche Stimmung erzeugen die verschiedensten Beleuchtungsmittel im Gesamten? Im Zweifelsfall im ersten Schritt weniger kaufen, nachrüsten kann man auch die Licht- Deko immer noch später.
Unangefochtene Spitzenreiter im winterlichen Leuchtspiel sind die verschiedensten Arten der Lichterketten. Ihre Vorteile liegen nicht nur darin, dass sie schon relativ günstig zu kaufen, sondern dass sie auch für ungeübte Dekorateure ganz leicht handzuhaben sind: Einfach um Zweige, Bäume oder Stiegengelände drapiert, bringen sie im Handumdrehen romantische Lichtspiele ins und vor das Haus.
Wo viel Licht, da auch einiges an Schatten. Und so gibt es für Viele jedes Jahr ein jähes Erwachen aus dem Winterzauber, wenn die Stromrechnung ins Haus flattert. Denn die Zusatz- Beleuchtung über Wochen oder sogar Monate hin kann ganz schön ins Geld gehen, was von vielen noch immer unterschätzt wird.
Schon zwei zehn Meter lange Lichtschläuche verbrauchen bei einer Brenndauer von etwa acht Sunden am Tag in rund fünf Wochen 80 bis 90 Kilowatt Strom.
Tipp: Beleuchtung bewusst einschalten, unnötige Brenndauer vermeiden und eventuell auch mit Zeitschaltuhr steuern. Das hilft auch die sogenannte Lichtverschmutzung zu verringern, unter der Menschen wie Tiere leiden können.
Auch solltest du auf umweltfreundlichere und stromsparende Alternativen ausweichen. So gibt es heute bereits viele LED- Lichterketten und LED- Lichtschläuche, die bis zu zwei Dritteln weniger Strom verbrauchen als herkömmliche. Gerade im Außenbereich und in Verbindung mit eisigen Ästen macht sich das, im Innenbereich manchmal als kalt empfundene, weiße Licht wunderschön. Noch einen Vorteil können die LED- Varianten für sich verbuchen: Sie überhitzen deutlich weniger stark als herkömmliche Lichterketten.
Im Umgang mit Außenbeleuchtung müssen zudem einige wichtige Sicherheitsregeln beachtet werden.