Ein festlich gedeckter Tisch bildet nicht nur für das Essen einen entsprechenden Rahmen, sondern trägt auch ganz allgemein zum entspannten Wohlbefinden der am Tisch versammelten Runde bei.
Beachtet man einige wichtige Grundregeln und Tipps, ist es gar nicht so schwer, im Handumdrehen auch dem privaten Wohnzimmer ein professionelles 3- Hauben- Flair zu verleihen – mit dem Zusatzplus, dass es hier letztlich viel persönlicher und gemütlicher zugeht.
Im Mittelpunkt jeder festlichen Tafel stehen das Geschirr und die Gläser. Meist wird bei solchen Gelegenheiten das "gute Porzellan" hervorgeholt. Aber Achtung: Geschirr, das längere Zeit nicht gebraucht wird, kann leicht staubig und daher nicht mehr ganz sauber sein.
Tipp: Rechtzeitig (!) das Geschirr überprüfen und gegebenenfalls nochmals durchspülen!
Besonders heikel wird es bei Gläsern: Denn glänzen und glitzern diese, ist bereits ganz von selbst ein wesentlicher Beitrag zum festlichen Ambiente geleistet. Umgekehrt können matte Gläser auf einen Schlag den ganzen Tisch schlampig wirken lassen. Gleiches gilt übrigens für das Besteck.
Tische weisen unterschiedliche Formen auf: eckig, oval oder rund. Jede dieser Tischformen verlangt richtigerweise nach einer eigenen Platzanordnung. So sollten sich bei eckigen Tischen die Personen stets exakt gegenübersitzen. An einem rechteckigen Tisch gibt es die traditionellen "Ehrenplätze" am Kopfende.
Unabhängig von der Form gilt jedoch für alle: Pro Sitzplatz müssen 60 bis 80 Zentimeter berechnet werden, um bequem essen zu können.
Kein Festtagstisch ohne passende Tischwäsche! Lautete früher das strenge Gebot, dass bei besonderen Anlässen nur weiße Tischtücher zum Einsatz kommen dürfen, so geben sich heute auch die strengsten Style- Experten lockerer: Auch pastellige Farbtöne dürfen es sein. Voraussetzung ist allerdings die farbliche Abstimmung mit dem Tischgeschirr.
Bei einer hochwertigen und dekorativen Tischplatte kann auch ohne Tischtuch eingedeckt werden. In diesem Fall werden dann Tischläufer, Mitteldecken oder Deckservietten zur Dekoration meist in der Tafelmitte aufgelegt.
Profi- Tipp für das Tischtuch: Bei größeren Tischrunden verwenden Profis spezielle Tischunterlagen, sogennante Moltons, aus aufgerauter Baumwolle. Dies schützt nicht nur den Tisch doppelt, sondern das Geschirr kann besonders geräuscharm gehandhabt werden. Das Tischtuch darf nicht zu kurz sein, es sollte ca. 25 bis 30 cm an den Tischenden herunterhängen.
Besteht das Essen aus Suppe, Hauptgang und Dessert, so werden die Gabel links vom Platzteller, rechts das Messer und oberhalb des Tellers der Suppen- und Dessertlöffel gelegt. Aber auch die Platzierung des Suppenlöffels rechts neben dem Messer ist richtig. Die Serviette gehört in die Mitte des Platztellers.
Links vom Platzteller wird das Brotteller und das Brotmesser angeordnet, oben rechts Wasser- und sonstige Gläser.
Gibt es neben Suppe und Hauptgang noch ein weiteres Hauptgericht, kommt ebenfalls ein weiteres Besteck auf den Tisch.
Regel: Bestecke werden in der Reihenfolge außen nach innen, Gläser in der Reihenfolge von rechts nach links benützt.
Benütztes Besteck und Geschirr werden unmittelbar nach jedem Gang abgeräumt.
Tipp: Alles nicht so ernst nehmen! Denn auch unter den Profis gibt es heftige Diskussionen über die tatsächlich richtige Anordnung des Bestecks. Im Zweifelsfall so anordnen, wie man es gewohnt ist.