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Hochbetten - Schlaferlebnis mit vielen Vorteilen

07.01.2011, 13:03
Hochbetten - Schlaferlebnis mit vielen Vorteilen (Bild: Fotolia)
Foto: Fotolia
Höhenluft tut gut. Nicht nur im Urlaub, sondern unter Umständen auch im Schlafzimmer. Hochbetten begeistern den Nachwuchs und können sich auch für Erwachsene als ideale Raumplanungslösungen erweisen. Und: Do- it- yourself- Fans bauen diese kreativen Schlaflösungen auch gerne selbst.

Das Hochbett in allen Formen und Varianten stellt die äußerst gelungene Umsetzung der alten Redewendung „Aus der Not eine Tugend machen“ dar. Denn häufig ist der konkrete Anlass, sich mit der Anschaffung oder dem Bau dieser Schlafkonstruktion zu befassen, schlicht Platzmangel in der Wohnung. Sei es, dass der Nachwuchs in die Schule kommt und in das Zimmer auch ein Schreibtisch soll, sei es, dass die Studentenbude oder die Single- Einzimmerwohnung nach einer optimalen Ausnützung des vorhandenen Platzes verlangt oder sei es auch, dass man aus einem sonst nur beschränkt nutzbaren kleinen Zimmer/Kabinett einen voll funktionsfähigen Wohnraum machen will.

Vor allem letztere Situation stellt sich häufig in Altbauwohnungen, die meist über ein oder zwei kleine, meist auch schmale, Nebenräume verfügen. Mit ein wenig Fantasie und praktischer Kreativität lässt sich ein solcher, auf den ersten Blick eher ungemütlicher, Raum mit der passenden Hochbett- Konstruktion in ein attraktives Wohn- Highlight oder ein perfektes Spielzimmer verwandeln.

Räumliche Voraussetzungen und Planung

Ein kräftiges Plus weisen die oben erwähnten kleinen Zimmer in Altbauwohnungen auf, wenn es um die Überlegung eines Hochbettes geht: Die großzügige Raumhöhe – bei kleinen Zimmern häufig ein optischer Nachteil -  macht sie zu idealen Hochbett- Plätzen. Denn zu eng darf es in der Höhen- Schlafstatt keinesfalls werden: Von der Liegefläche bis zur Decke sollte noch mindestens ein Meter Platz sein, um sich aufrecht hinsetzen zu können.

Andererseits muss aber unter dem Bett noch ausreichend Platz vorhanden sein, um den Raum einrichtungsmäßig nutzen zu können. Je nach Bewohner oder geplanter Funktion des Zimmers, praktischem Bedarf, Wünschen und Ideenreichtum sind dabei die unterschiedlichsten Nutzungen möglich: Ein großzügiger Kleiderschrank oder eine begehbare Garderobe lassen sich genau so gut unterbringen wie ein Schreibtisch, eine gemütliche Kuschelecke für den Besuch von Freunden oder ein Spieleck, in das die Leiter zum Bett auch gleich miteinbezogen werden kann.

Wer hoch steigt, …

… kann auch tief fallen. Klar ist, dass bei Hochbetten – gleich, ob gekauft oder selbst gebaut – alle Sicherheitsüberlegungen an oberster Stelle stehen müssen. Vor allem Kinder, die sich beim Träumen oft sehr unruhig bewegen, fallen leicht aus diesen Betten. Bei der Konstruktion ein Sicherheitsnetz einzuplanen, ist daher wichtig. Übrigens: Auch Erwachsene sind gegen Stürze nicht gefeit – vor allem nach fröhlich durchfeierten Nächten steigt das Risiko, ziemlich unsanft am Boden zu landen. Solche Netze machen daher in jedem Fall Sinn.

Das zweite wichtige Sicherheitskriterium betrifft die Stabilität der Konstruktion. Als Material empfiehlt sich ein möglichst massives, qualitativ hochwertiges Holz. Auch die Leiter muss, um Verletzungsgefahren zu minimieren, jedenfalls fest mit dem Bett verbunden sein und belastbare Sprossen aufweisen.

Heimwerker sollten beim Bau auch besonderes Augenmerk darauf legen, dass scharfe Ecken, Kanten sowie schlampig eingeschlagene Nägel vermieden werden.

Eine gut durchdachte Beleuchtung, die einfach direkt vom Hochbett aus zu bedienen ist, zählt ebenfalls zu den Sicherheitskriterien, die keinesfalls vernachlässigt werden dürfen. Achtung: Schalter, die nur durch ein (auch nur minimales!) Herauslehnen aus dem Bett erreichbar sind, stellen eine der häufigsten Absturzgefahren beim Hochbett dar.

Und last, but not least: Kinder sind Kinder. Und Hochbetten sind in deren Augen auch – und vor allem -  immer eines: einfach ein toller Spielplatz, wo man auf der Leiter balancieren oder auch einmal den Sprung vom Hochbett auf den Boden probieren will. Rutschfeste, weiche Bodenbeläge vor dem Bett sind daher bei Kindern im Haushalt ein Muss!

Selbst ist der Heimwerker!

Hochbetten gibt es in vielen Designs und Materialien zu kaufen. Leider sind die qualitativ hochwertigen meist nicht gerade billig – exklusivere Designs für Erwachsene können sich auch mal bis zu 2.000 Euro und darüber zu Buche schlagen.

Da lohnt es sich also für Heimwerker, selbst zum Werkzeug zu greifen.

Tipp für alle Gelegenheits- Heimwerker: Es gibt bereits sehr gute Selbstbausätze, meist aus massivem Holz,  inklusive Montageanleitung (die mitunter mühsame Berechnung der Konstruktion entfällt!) - ebenfalls in vielen Designs für jeden wohnlichen Geschmack.

Ähnlich wie bei anderen Selbstbaumöbeln werden step by step die einzelnen Arbeitsschritte erklärt, in der Regel werden die einzelnen Bauteile durch Schrauben und Leimen miteinander verbunden.

Tipp: Während des Aufbaus immer wieder Belastungsproben durchführen, da das Bett bestimmten statischen Belastungen entsprechen muss (z.B. Hüpfen der Kinder auf der Matratze).

Wer es ganz individuell mag, kann natürlich auch von der Konstruktion bis zum Aufbau sein ganz persönliches Hochbett bauen. Aber: Wer nur über geringe Heimwerken- Erfahrung verfügt, sollte besser die Finger davon lassen. Fehlerhafte Ausführung kann beim Hochbett leicht zu Sicherheitsrisken und Verletzungen führen!

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