Kein Zweifel, ein eigener Pool ist der Garten- Luxus schlechthin und die sommerliche Freizeit- Attraktion für Groß und Klein. Der Wermutstropfen liegt – wie bei so vielen Dingen - zunächst einmal im Preis. Der Bau eines Schwimmbeckens ist nicht gerade billig und nicht jeder verfügt über das nötige „Kleingeld“, um Tausende Euros in ein von der jeweiligen Wetterlage abhängiges und nur saisonal nutzbares Vergnügen investieren zu wollen bzw. zu können.
Auch Platzprobleme können gegen den eigenen Pool sprechen: Will man wirklich den Großteil des eher kleinen Gartens ein für allemal mit einem Pool verbauen? Ebenso spielt die Ausgestaltung der jeweiligen Eigentumsverhältnisse bei Pool- Überlegungen eine gewichtige Rolle: Wohl kaum jemand wird bei einem befristet gemieteten Haus und Garten den festen Einbau eines Schwimmbeckens überlegen.
In den letzten Jahren zeichnete sich bereits die zunehmende Beliebtheit ab, in diesem Sommer sind sie endgültig angesagt: Aufblasbare Schwimmbecken, die im Herbst wieder abgebaut werden, stellen die kostengünstige und einfache Alternative zum herkömmlichen Pool dar. Understatement beim Wasserspaß ist angesagt und zusätzlich braucht auch bei speziellen Situationen (Platz, Miete - siehe oben) nicht mehr auf das private Freibad verzichtet werden.
Ein zusätzlicher Vorteil: Aufblasbare Schwimmbecken sind bereits sehr günstig zu erwerben, langwierige Planungen und Vorüberlegungen - bei der kostenintensiven Anschaffung herkömmlicher Schwimmbecken empfehlenswert! – fallen gänzlich weg.
Die Kosten (für größere Familienbecken rund 300 Euro) rechnen sich meist bereits bei einer (intensiven) Nutzung für nur eine Saison.
Als „Planschbecken“ für Erwachsene wurden die aufblasbaren Schwimmbad- Modelle noch vor gar nicht so langer Zeit etwas herablassend bezeichnet. Eine Bezeichnung, die die Besitzer des kostengünstigen Wasserspaßes ziemlich kalt lässt. Und das gleich aus mehreren Gründen. Zum einen, weil der angenehm- kühlende Effekt vom Wasser selbst und nicht von Form und Ausstattung herrührt, zum zweiten, weil Planschbecken nicht nur Kindern einfach großen Spaß machen können und – last, but not least - weil diese Bezeichnung auf die modernen Modelle nicht (mehr) zutrifft.
Aufblasbare Schwimmbecken gibt es heute in vielen Formen und Größen, auch als Familienpools mit 4 Metern Durchmesser und größer. Bei den größeren Becken bleibt das Wasser wie in fest installierten Schwimmbecken über die ganze Schwimmsaison im Pool. Wie bei jedem anderen Pool wird die erforderliche Wasserpflege mit Chlor und Algenmittel durchgeführt. Mittels spezieller Teststreifen muss das Wasser in regelmäßigen Abständen gemessen werden, um den PH- Wert zu prüfen. Auch auf beliebtes Zubehör, wie z.B. Leiter (bei größeren Becken jedenfalls empfehlenswert!), Wasserrutschen, braucht bei aufblasbaren Pools nicht verzichtet zu werden.
Der Aufbau eines aufblasbaren Pools ist in der Regel einfach und rasch durchgeführt. Doch einige Voraussetzungen müssen stimmen. Ganz wichtig ist der geeignete Untergrund: Dieser muss unbedingt eben und frei von spitzen Gegenständen sein. Auch sollte der Gartenboden selbst nicht zu weich sein.
Tipp: Vorab den Durchmesser des Pools auf dem Rasen markieren und das Gras etwa 5 Zentimeter abgraben, anschließend mit Sand auffüllen. Darauf dann ein Vlies legen – so ist der Boden des Pools optimal vor etwaigen Beschädigungen geschützt. Bewährt hat sich ebenfalls das Auflegen von Styropor- Platten, auch rund um den Pool.
Der Pool selbst wird mit einer speziellen Luftpumpe aufgeblasen, der Poolboden sollte gerade und faltenfrei sein. Dann wird das Wasser bis zur Füllmenge eingelassen. Achtung: Bei größeren Pools dauert dies bis zu mehreren Stunden.
Die meisten Poolsets beinhalten auch die zur Wasserreinigung notwendige Pumpe, die sicher befestigt (z.B. auf einer Steinplatte) und nach Gebrauchsanweisung angeschlossen und in Betrieb genommen wird. Achtung: Das Stromkabel für die Pumpe muss für den Außenbereich geeignet sein!
ebe