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23.09.2014 - 12:23

Der Toyota Auris im Test

14.01.2009, 13:31
Der Toyota Auris im Test (Bild: Stephan Schätzl)
Foto: Stephan Schätzl
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Der Toyota Auris (lat. aurum: Gold) tritt als großer Konkurrent für den Platzhirsch VW Golf auf. Um den zu erlegen, wurde sogar der Name „Corolla“ abgelegt, obwohl weltweit 35 Millionen Fahrzeuge mit dieser Bezeichnung verkauft wurden. Den Top- Diesel habe ich bereits über den Wachauring gehetzt (siehe Infobox!), doch wie schlagen sich die Brot- und Butter- Aurisse im Alltag?

Europäisch soll er sein, der Auris. Und diese Aufgabe meistert er ganz gut. Deutsch ist das Fahrwerk (straff, komfortabel und sicher), italienisch die Lenkung (eher zu leichtgängig), schwedisch die Sicherheit (sieben Airbags, 5 NCAP- Sterne!), französisch (überdesigned) der Innenraum. Das Unperfekte liegt eher im Detail. 

Brückenschlag im Cockpit

Die Mittelkonsole wächst als riesige Brücke zwischen Fahrer und Beifahrer. Mehr als stylisch ist die aber nicht: Die Ablage darunter ist praktisch unerreichbar und wirkt billig, der steile Handbremshebel ist so mühsam zu bedienen, dass man gerne darauf verzichtet, ihn zu verwenden. Eine Mittelarmlehne für den Fahrer ist nicht zu bekommen, und wer einen Aschenbecher braucht, muss das mitgelieferte „Töpfchen“ in das Ablagefach zwischen den Vordersitzen stellen, das dann erst recht dem Fahrerarm im Weg ist. 

Die Armaturen wirken futuristisch angehaucht, sind dreidimensional dargestellt und sind bestens abzulesen. Das gilt allerdings nicht für die Heizungs- Einstellung, die Temperatur der Beifahrerseite verschwindet hinter gewölbtem Klarsichtplastik und ist praktisch nicht abzulesen. Wie auch die Lüftungsbedienung generell nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Das Navigationssystem ist, wo vorhanden, übersichtlich und per großem Touchscreen einfach zu handeln. Allerdings muss man auf Stationstasten für das Radio verzichten. Besonders gut gefällt mir die Wisch- /Wascheinrichtung, ich mag es, wenn jemand mitdenkt: Kurz nach dem Scheibenwaschen wischt sie noch mal nach und beseitigt das nachgelaufene Wasser. 

Praktischer Sparlehrer inklusive

Einzigartig ist die Gangwechselanzeige, die mit grünen Pfeilchen den richtigen Zeitpunkt zum Rauf- und Runterschalten angibt. So lernt man leichter, sparsam zu fahren. Wobei das Schalten an sich in zwei Testautos nicht der ganz große Spaß war, das Getriebe war leicht hakelig. 

Der Beifahrer hat zwei Handschuhfächer zur Verfügung und sitzt wie der Fahrer recht bequem und mit ausreichend Platz. Der Sitzbezug des Testwagens wirkte allerdings billig, und ich neigte darauf zum Schwitzen. Viel Platz ist im Kofferraum vorhanden, mit 354 Litern immerhin vier Liter mehr als im VW Golf. 

Ein bisschen verwirrt hat mich die Elektronik des Auris. Manchmal gingen beim Druck auf den Startknopf (Keyless Go) einfach alle Lichter aus, anstatt dass der Motor startete. Erst von der Kupplung runter/auf die Kupplung drauf (oder hab’ ich noch irgendetwas anderes gemacht?) und noch mal auf den Knopf drücken hatte den gewünschten Effekt. 

Drei Motoren habe ich ausprobiert: 124 PS Benziner sowie 126 PS und 177 PS Diesel. Der große Diesel geht ab wie Schmidts Katze (siehe Infobox), die beiden anderen Motoren sind spritzig unterwegs, wenn auch nicht wirklich sportlich. Der Diesel zieht dabei im Vergleich mit dem Benziner besser, als es die zwei Mehr- PS vermuten lassen. 

Fazit:

Der Auris punktet voll in Sachen Sicherheit. Fünf Sterne muss ihm in der Klasse erstmal jemand nachmachen, er erhielt Bestnoten bei der Insassen- und Kindersicherheit und sieben serienmäßige Airbags samt Knieairbag sind großartig. Die Pflicht erfüllt er brav (abgesehen vom nicht perfekten Getriebe), bei der Kür ist noch viel Raum für Verbesserungen. Das Karosseriedesign ist nicht viel weniger fad als beim Vorgänger Corolla. Aber Emotionen sind wohl einfach nicht erwünscht im Toyota Auris, sonst wäre die Hupe ein Horn (oder zumindest eine richtige Hupe) und kein Trötchen…

Stephan Schätzl

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