Mo, 23. Oktober 2017

Vorzeitig entlassen

09.05.2008 12:21

Pete Doherty ist wieder frei

Ein enormer Medienrummel um die vorzeitige Freilassung von Rüpelrocker Pete Doherty aus dem Gefängnis hat am Dienstag zu einem Verkehrsunfall samt Riesenstau geführt. Direkt vor dem Gefängnis im Westen Londons stießen ein Bus und ein Lastwagen zusammen, weil die beiden Fahrer sich durch den Andrang von Fotografen und Reportern ablenken ließen. Der Frontmann der Band Babyshambles wirkte gut gelaunt, als er die Haftanstalt am frühen Morgen aufgrund guter Führung nach der Verbüßung von weniger als einem Drittel seiner Strafe verlassen durfte.

Der 29-jährige Rocker und Ex-Geliebte von Topmodel Kate Moss war am 8. April wegen des Verstoßes gegen Bewährungsauflagen – er war wiederholt mit Drogen erwischt worden – zu dreieinhalb Monaten Gefängnis verurteilt worden. Doch weil der Wormwood-Scrubs-Knast, wo Doherty in der sogenannten Detox-Abteilung (wo Drogenabhängige und Dealer untergebracht werden) einsaß, völlig überfüllt ist, wurde seine Strafe gekürzt. Zudem wurden ihm zwei Tage seiner U-Haft angerechnet.

"Keine Drogenspuren im Blut"
Gekleidet in Anzug und Krawatte sagte der 29-Jährige den vor dem Knast wartenden Reportern, er freue sich auf eine Rum-Cola und seine Haustiere. Auf Fragen nach seinem angeblichen Heroin-Konsum hinter Gittern, von dem die Boulevardzeitung "Sun" erfahren haben will, hielt Doherty eine ärztliche Bescheinigung hoch, die angeblich besagt, dass er absolut keine Drogenspuren im Blut hat. Die "Sun" hatte berichtete, Doherty habe es bereits in den ersten Tagen seines Aufenthalts geschafft, sich mit einem Dealer anzufreunden und gegen Schuldscheine Heroin zu kaufen. Dazu veröffentlichte die Zeitung Knast-Fotos, auf denen den Angaben zufolge ein "eindeutig drogenberauschter" Pete Doherty auszumachen sei.

Haft war „schon ein wenig hart“
Seine 29 Tage Haft seien "schon ein wenig hart" gewesen, sagte der Musiker. Das Gefängnis sei "überfüllt gewesen, und die medizinischen Einrichtungen ließen zu wünschen übrig". Das Personal habe jedoch "sein Bestes gegeben - die Leute sind gut, sie sind bloß nicht gut genug ausgestattet, um mit normalen Junkies richtig umzugehen". Er sei hinter Gittern mit vielen "echten Gangstern" zusammengekommen. Die Zeit in der Zelle habe er sich mit Zeichnen und der Führung eines Tagebuchs vertrieben.

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