Fr, 17. November 2017

Große Kinder

25.04.2008 10:23

Und plötzlich sind sie erwachsen

Eltern werden ist nicht schwer, Eltern sein dagegen sehr. Besonders wenn der kleine Schatz erwachsen wird. Da gelten plötzlich andere Regeln. Schließlich ist das Kind von damals nun zu einer eigenständigen Persönlichkeit herangewachsen. Und will auch als solche behandelt werden. Welche Regeln du im Umgang mit deinen erwachsenen Kindern beachten solltest, erfährst du hier.

Regel 1 – Reden ist Silber…
Deine Kinder sind nun erwachsen. Sie haben ihre eigene Einstellung zum Leben, fällen ihre eigenen Entscheidungen und müssen mit deren Konsequenzen leben. Ratschläge von den Eltern werden oft als unliebsame Einmischung und Bevormundung empfunden. Versetze dich einfach zurück, wie es bei dir damals war. Und gut gemeint ist leider wirklich oft das Gegenteil von gut.

Natürlich hast du oft einen anderen Blick auf die Dinge, die deine Kinder tun. Du hast mehr Lebenserfahrung, und willst deine Kinder beschützen. Und dennoch, es hat einen Grund, warum dein Kind eine Entscheidung trifft. Statt gleich deine Meinung kund zu tun, solltest du genau diesen Grund erforschen. Rede mit deinem Kind über die Situation und stelle viele Fragen. Du darfst Impulse, Denkanstöße liefern. Schildere Beispiele, die deine Sichtweise stützen und deinem Kind dabei helfen, eine neue Sichtweise auf die Dinge zu bekommen. Formulierungen wie „Manche Menschen denken,…“ oder „Eine andere Möglichkeit wäre…“ oder „Was hältst du davon,…“ werden besser aufgenommen.

Regel 2 – Akzeptieren und verstehen
Deine Kinder haben sich für einen eigenen Lebensstil entschieden. Sie sind vielleicht nicht mehr von dir wirtschaftlich abhängig, und haben auch das Recht, ihr Leben ihren Vorstellungen entsprechend zu führen. Auch wenn du vielleicht andere Pläne für sie gehabt hättest: Studium, einen anderen Lebenspartner, einen anderen Job. Deine Kinder sind umgekehrt vielleicht auch nicht mit allen deinen Entscheidungen glücklich. Gegenseitiges Verständnis und Unterstützung ist wichtig für eine tiefe, vertrauensvolle Beziehung. Andernfalls riskierst du Streit und Krisen und sogar Abwendung von den Eltern.

Eingreifen solltest du erst dann, wenn dein Kind sich selbst oder andere in Gefahr bringt. Jedoch solltest du in einer derartigen Situation einen Experten miteinbeziehen, da du alleine einer Herausforderung wie Kriminalität oder Drogenmissbrauch nicht mehr gewachsen bist.

Regel 3 – Finanzielle Unterstützung?
Es ist lobenswert, wenn du deine Kinder finanziell unterstützen möchtest, allerdings sollte Geld niemals als Druckmittel eingesetzt werden. Du definierst die Rahmenbedingungen unter denen du dein Kind unterstützt. Aber innerhalb dieser Rahmenbedingungen hat dein Kind Entscheidungsfreiheit. Hast du mehrere Kinder, solltest du auch darauf achten, die Unterstützung fair zu gestalten. Wenn nur ein Kind unterstützt wird, kann das zu Zwistigkeiten führen.

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