So, 19. November 2017

Kritik an Gutachten

24.04.2008 18:57

Freispruch für den Linzer Imperial-Chef!

Freispruch für Imperial-Chef Faramarz Ettehadieh. Der Linzer Richter Marc Koller bestätigte ihm in der Urteilsbegründung, dass die Zahlungen der Cordial AG an Imperial - beide Firmen gehören zu Ettehadiehs Firmengruppe - rechtmäßig waren. Der Staatsanwalt meldete sofort Nichtigkeitsbeschwerde an.

Faramarz Ettehadieh war sichtlich erleichtert. Seit sieben Jahren schwebte der Verdacht krimineller Machenschaften über ihm, seit neun Monaten wurde gegen ihn wegen Untreue verhandelt. An 19 Verhandlungstagen wurde eine Geldüberweisung aus dem Jahre 1992 unter die Lupe genommen. Die Cordial Ferienclub AG überwies 3,6 Millionen Euro Akontozahlung an die Imperial Kapitalbeteiligungsgesellschaft für Planung, Um- und Ausbau einer Hotelanlage in der Toskana. „Aus Abrechnung und Gestaltung des Projektes entstand kein Vermögensnachteil für die Cordial“, so der Richter.

Genau das aber hatte Staatsanwalt Schopper, gestützt auf die Gutachter Matthias Kopetzky und Martin Geyer, Ettehadieh vorgeworfen. Die Zahlung sei ohne Gegenleistung erfolgt, allein auf Anweisung des Imperial-Bosses, zum Nachteil der Cordial-Anleger und nur zur Finanzierung der Imperial-Bank.

„Die Staatsanwaltschaft wurde von Kopetzky und Geyer in die Irre geführt“, zog Anwalt Wolfgang Moringer ein Resümee. Mit einem Gutachten, das, so Moringer und Ettehadies zweiter Verteidiger, René Haumer, mehr als zwei Millionen Euro gekostet hat. Für die nach dem Freispruch der Staat Österreich und die Steuerzahler aufkommen müssen…

 

Foto: Chris Koller

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