Mo, 20. November 2017

„Umprogrammiert“

25.04.2008 07:53

Casinos um 700.000 Euro betrogen

Keinen Cent Einsatz, aber 700.000 Euro Gewinn im Casino! Ein 45-jähriger Linzer soll mit fünf Komplizen in zwei deutschen Glücksspieltempeln insgesamt 24 Spielautomaten „umprogrammiert“ haben. Die Bande von notorischen und teils hochverschuldeten Spielsüchtigen ist in Deutschland in Haft, es drohen zehn Jahre Gefängnis.

Die Mitglieder der Bande hatten ein Gerät gebastelt, das sie in den für 50-Cent-Stücke gedachten Münzeinwurf steckten. Durch einen elektronischen Impuls wurden dann bei 24 „Geldmaschinen“ in den Casinos Garmisch-Partenkirchen und Feuchtwangen die Zählwerke so manipuliert, dass sie einen Einsatz von bis zu 3000 Münzen anzeigten. Diesen Betrag ließen sich die Bandenmitglieder dann auszahlen. Obwohl das Sextett - ein Deutscher (62), vier Italiener und eben der Linzer - immer abwechselnd gespielt hatte, wurden Feuchtwangener Casino-Mitarbeiter stutzig, holten die Polizei.

Die italienischen Bandenmitglieder gestanden. Einer von ihnen hatte den Linzer, der in Frankfurt lebt und auch in Taiskirchen einen Wohnsitz hat, während dessen Casino-Touren im deutschen Saarland kennengelernt. Der Italiener kannte weitere Mittäter, die auch Spielschulden abzuzahlen hatten. Angeblich habe der 45-Jährige, der in Linz bei einer Automatenfirma arbeitete und in Frankfurt bei einer Pleite-Firma Prokurist war, die Hälfte des Gewinns eingestreift.

Er schweigt zu den Vorwürfen, die Unschuldsvermutung gilt. Von 700.000 Euro Beute wurden noch 18.000 Euro gefunden.

Foto: Sepp Pail

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