Mi, 13. Dezember 2017

Körperverletzung

25.04.2008 07:56

Lehrer wegen Ohrfeige verklagt

Weil er seinem zwölfjährigen Sohn in der Pause eine Ohrfeige gegeben haben soll, will ein Vater den Lehrer einer Welser Hauptschule wegen Körperverletzung verklagen. Tatsächlich landen in Oberösterreich jedes Jahr höchstens ein bis zwei Pädagogen vor Gericht, ebenso oft müssen sich aber auch Eltern wegen Drohungen oder Beleidigungen gegen Lehrer verantworten.

„Wir schlagen unsere Kinder daheim nicht und lassen es uns auch in der Schule nicht gefallen“, sagt der Vater und erstattete Anzeige. Der Direktor bestätigt, dass die Eltern Beschuldigungen vorbrachten und übergab den Fall der Schulaufsicht.

Dass Eltern mit dem Anwalt drohen, kommt bereits jede Woche ein- bis zweimal vor, weiß Lehrergewerkschafter Paul Kimberger. Oft geht es um Schmerzensgeldforderungen nach Verletzungen im Sportunterricht, aber auch um Mobbing oder Noten. „Körperliche Gewalt lehnen wir natürlich ab“, sagt Kimberger. „Auch unter den Lehrern gibt es ,schwarze Schafe´, die wir nicht schützen.“

Allerdings müssen auch ein bis zwei Erziehungsberechtigte pro Jahr vor Gericht, weil sich Lehrer gegen Drohungen oder Rufschädigung wehren. Kimberger: „Aber meist genügt bereits ein Brief unserer Rechtsabteilung.“

Der Umgang mit Schülern, die sich etwas zuschulden kommen lassen oder andere gefährden, ist in den Bezirken sehr unterschiedlich. So durfte zuletzt ein 15-Jähriger im Innviertel weiter zum Unterricht, obwohl er eine 14-jährige Mitschülerin mit Mord bedroht haben soll. Es wurden aber Psychologen und Jugendwohlfahrt beigezogen. „In Linz und Umgebung gibt es jährlich ein paar Suspendierungen“, weiß man beim Landesschulrat.

Symbolfoto

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