Do, 23. November 2017

Gentech-Konferenz

23.04.2008 14:10

Erbgut-Manipulation löst Lebensmittelkrise nicht

Brandaktuell wird die 6. Konferenz des - von Oberösterreich und der Toskana gegründeten - Netzwerks der gentechnikfreien Regionen Europas, die diese Woche in Bilbao im spanischen Baskenland stattfindet: Es geht auch um die Debatte, ob Gentechnik gegen die neue Lebensmittelkrise helfen kann.

Manche Lobbyisten sehen das „Gentechnik-Tabu“ in Europa bereits ins Wanken geraten, weil derzeit in einigen Regionen der Welt Verteilungs- und Preisprobleme für Lebensmittelkrisen sorgen. Mit Gentechnik könnten die Getreide-Erträge gesteigert werden, so ihr Argument. Außerdem sei das Gentech-Getreide billiger.

Doch nicht nur Oberösterreich kämpft trotzdem weiter für den nachhaltigen und freiwilligen gentechnikfreien Weg in der Landwirtschaft: „Die derzeitige Nahrungsmittel-Diskussion kann man mit Gentechnik ebenso wenig lösen wie die Diskussion um Klimawandel und Energie mit der Atomkraft“, bekräftigen die Landesräte Josef Stockinger (VP) und Rudi Anschober (Grüne).

Dieses Thema wird auch die Regionenkonferenz in Bilbao prägen, an der Stockinger und Anschober teilnehmen. Immerhin 43 Regionen in der Europäischen Union machen sich für das Recht auf Selbstbestimmung und freiwilligen Verzicht auf Gentechnik stark. Die Vertreter dieses von Oberösterreich und der Toskana gegründeten Netzwerkes beraten in Bilbao über regionalpolitische Strategien und abgesicherte Rahmenbedingungen für einen Qualitätsweg ohne Gentechnik.

Foto: Chris Koller

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