Mo, 22. Jänner 2018

Flug mit Luftballons

17.12.2008 14:20

Brasilianischer Pater am Himmel verschollen

Ganz hoch wollte ein brasilianischer Geistlicher mit einem waghalsigen Weltrekordversuch hinaus. Pater Adelir Antonio de Carli schmiss sich am im April in einen Neoprenanzug, packte Satellitentelefon und das GPS-Navi ein – und ließ sich von Hunderten mit Helium gefüllten Luftballons auf eine Reise durch die Lüfte tragen, die ihn über 750 Kilometer weit in die Großstadt Dourados führen hätte sollen. Nur: Nachdem er auf eine Höhe von 6.000 Metern gestiegen war, riss der Kontakt zu ihm ab. Vom Pater fehlte lange Zeit jede Spur, erst Anfang Juli fand die Küstenwache die sterblichen Überreste des Paters im Meer treibend.

Der katholische Priester hatte sich in Paranagua im Bundesland Parana nördlich von Santa Catarina nach einer Messe trotz Regens und starker Winde an der Atlantikküste in den Himmel tragen lassen. Den letzten Kontakt zum 41-Jährigen hatten die Behörden kurz danach: "Ich muss mit jemandem sprechen, der mir erklärt, wie das GPS-System funktioniert, nur so kann ich den Leuten da unten meine genaue Lage durchgeben", habe er per Funk gesagt.

Ein paar zerrissene Ballons waren schon nach wenigen Tagen an der Küste des brasilianischen Bundesstaates Santa Catarina aufgetaucht, wo der Pater sich zum letzten Mal aus 2.500 Metern Höhe gemeldet hatte. Erst einige Monate später fand die Küstenwache die Leiche des Priesters im Meer treibend.

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