Mi, 22. November 2017

Im März und April

20.04.2008 11:03

Gefährlicher Frühjahrsputz

In den Monaten März und April ist der Frühlingsputz angesagt – oft mit schmerzhaften Folgen: Denn jeden Tag putzen sich neun Oberösterreicher krankenhausreif, bundesweit sind es 55. Mindestens doppelt so viele verarzten ihre Blessuren selbst. Häufigste Verletzungsursache sind Stürze, besonders beim Fensterputzen. Dabei ist, wie berichtet, erst vor vier Tagen eine 14-jährige Türkin in Wels aus dem Fenster der Wohnung im ersten Stock gefallen.
Das Mädchen kam mit einem Knöchelbruch ins Spital. Wie dieser Welserin geht es vielen Oberösterreichern, denn „Sturz und Fall“ machen 60 Prozent der Haushaltsunfälle aus. Und das Fensterputzen ist besonders gefährlich, weil sich viele Menschen dabei nur am Sims abstützen und so praktisch ständig über dem Abgrund hängen. Den zweiten Rang in der Unfallstatistik nehmen Quetsch- und Schnittwunden (18 Prozent) ein, gefolgt von Zusammenstößen mit Personen oder Möbelstücken.


Elisabeth Bruckmüller vom Kuratorium für Verkehrssicherheit in Linz (siehe auch Interview) mahnt vor allem Senioren zu Vorsicht bei Arbeiten im Haushalt: „Denn zwei Drittel aller Verletzten sind Frauen, die älter als 60 Jahre sind.“


„Der Frühjahrsputz ist eine Sache der Frauen“

Der Frühjahrsputz und auch seine Unfallopfer sind weiblich. Elisabeth Bruckmüller vom Kuratorium für Verkehrssicherheit in Linz weiß, wie man’s richtig macht und gibt Tipps.


Kraxeln denn wirklich so viele Leute auf wackelige Sessel statt auf Leitern?

Das kommt vor, aber der Frühjahrsputz beginnt viel früher, nämlich mit der richtigen Planung: Nicht zu viel auf einmal vornehmen, denn in der Hektik steigt das Unfallrisiko enorm an.


Aber rutschfeste Schuhe und sichere Aufstiegshilfen sind doch auch wichtig.

Selbstverständlich. Auch an bequeme Kleidung, nicht zu flatterig, sollte gedacht werden. Wer dann noch Geräte, wie etwa Leitern, auf Funktionstüchtigkeit kontrolliert, hat schon halb gewonnen und kann loslegen.


Halten Sie sich selbst auch daran - oder sind Sie eher ein Putzmuffel?

Ich bin ein richtiger Putzfetischist, mache gerne, gründlich und sehr planmäßig sauber. Und wenn dann alles blitzt, freue ich mich wirklich. Nur das Fensterputzen ist nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung.


Foto: Jürgen Radspieler
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