Fr, 15. Dezember 2017

Wegwerf-DVD

18.04.2008 16:25

Einmal-DVD zerstört sich nach 48 Stunden selbst

In ausgewählten Einzelhandelsgeschäften in München werden seit einigen Wochen Filme auf so genannten Einmal-DVDs verkauft. Der neue Datenträgertyp nennt sich DVD-Disposal (DVD-D) und zeichnet sich dadurch aus, dass die Filme nur innerhalb eines bestimmten Zeitraumes angesehen werden können. Die DVD-D zerstört sich 48 Stunden nach dem ersten Einlegen selbst, die Inhalte lassen sich dann nicht mehr wiedergeben.

"Sobald der Datenträger das erste Mal abgespielt wird, setzt ein physikalischer Prozess ein, der das Steuerungsmenü nach zwei Tagen unbrauchbar macht", erläutert Chris Naumann, Geschäftsführer von DVD-D Germany Ltd. Der große Vorteil der patentierten Zerstörungstechnologie ist, dass die Filme nach dem Kauf zeitlich unbegrenzt lagerbar sind. Auch die Verpackung kann geöffnet werden, denn die Frist beginnt erst sobald die Rotation im Laufwerk eingesetzt hat.

"Innerhalb der 48 Stunden kann der Film beliebig oft angesehen werden, die DVD funktioniert zudem in jedem Wiedergabegerät und bietet alle Funktionen, die auch eine Standard-DVD aufweist", so Naumann. Nach Ablauf der Nutzungszeit wird der Datenträger jedoch nicht mehr erkannt und der Player zeigt die Fehlermeldung "no disk" an. Verpackung wie auch DVD können anschließend umweltgerecht entsorgt werden, die Materialien seien zu 100 Prozent recyclebar.

Konkurrenz für Leih-DVDs
Die Zielgruppe für die Einweg-DVDs sieht Naumann von Jung bis Alt sehr breit aufgestellt: "Das Produkt regt zum Spontankauf an, da es günstig ist und außerdem nicht sofort abgespielt werden muss." Die DVD-D fischt auch im Kundenkreis von Video-Verleihern. Preislich kann die Vertriebsmethode mit Leih-DVDs durchaus mithalten. "Allerdings hat der Käufer den Vorteil, dass er zeitlich flexibel ist und die DVD nicht zurückbringen muss", sagt Naumann.

Wegwerf-DVD für 3,99 Euro erhältlich
In Frankreich, Italien und Skandinavien sind die Wegwerf-DVDs bereits erfolgreich am Markt und von den Kunden akzeptiert, berichtet Naumann, dessen Unternehmen die Rechte am Vertrieb in Deutschland, Österreich und der Schweiz hält. Erweisen sich die Tests in München als erfolgreich, so soll das Vertriebsgebiet bald ausgeweitet werden. Derzeit sind sechs Titel auf DVD-D erhältlich und zum Preis von 3,99 Euro erhältlich. (pte)

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