Sa, 25. November 2017

Übervoll

16.04.2008 11:53

„Gottes Briefkasten“ in der Klagemauer geleert

Jedes Jahr vor dem Passah-Fest wird "Gottes Briefkasten" in der Klagemauer in Jerusalem geleert. Zusammen mit einigen Helfern hat deshalb ein Rabbiner am Dienstag Tausende Gebete und Fürbitten, die Gläubige in die Spalten der Mauer stecken, aus dieser entfernt. Sie werden der Tradition folgend gesammelt und nehmen eine Abkürzung zu Gott: Sie werden am heiligsten Ort des Judentums, am Ölberg, vergraben.

Genau zweimal im Jahr werden die Spalten und Ritzen der Klagemauer geleert: vor dem am Wochenende beginnenden Passah-Fest und ein weiteres Mal im Herbst. Millionen von Menschen brächten ihre Bitten zur Klagemauer, sagte Rabbiner Schmuele Rabinowitz. Daher sei es nötig, immer wieder Platz zu machen für neue Gebete. Die alten Botschaften würden als heilig betrachtet, "als etwas, was die Menschen an Gott schrieben". Die Helfer des Rabbiners bemühen sich, die Zettel mit Stöcken aus der Mauer zu bekommen und sammeln sie dann in Plastiksäcken.

Bilder der Arbeiten in der Infobox!

Auch Staatsgäste und Prominente pilgern immer wieder zur Klagemauer. Zu den bekanntesten Besuchern zählte im Jahr 2000 Papst Johannes Paul II., der sein Gebet auf einen Stock gestützt in eine der Mauerritzen schob.

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