Fr, 24. November 2017

Sexy wie eh und je

14.04.2008 16:06

Mariah Carey: „E= MC²“

Ganze drei Jahre hat sich Mariah Carey nach "The Emancipation of Mimi" Zeit gelassen, ehe die als nicht ganz unkompliziert geltende Popdiva ein neues Album herausgebracht hat. Den Fans scheint die Warterei auf "E= MC²" nichts ausgemacht zu haben: "Touch my Body", die erste Singleauskopplung, kletterte binnen kürzester Zeit auf Platz eins der US-Charts. Im Alltime-Ranking der US-Billboard-Charts schafft es die 38-Jährige mit 18 Nummer-Eins-Hits damit sogar vor König Elvis. Nur die pilzköpfigen Beatles haben bislang noch mehr erstplatzierte Hits vorzuweisen.

Aber Mariah hat ja noch nicht ihr ganzes Pulver verschossen: Von den insgesamt 14 Songs des neuen Albums eignen sich ja noch einige zur Single-Auskopplung. Den Anfang macht das von Danja (unter anderem Britney Spears, Justin Timberlake, Nelly Furtado) produzierte "Migrate", auf dem Mariah zusammen mit Rap-Freund T-Pain zu clubbigen Sounds auf die Tanzfläche bittet.

Es folgt das bereits erwähnte "Touch my Body". Dass sich die vergleichsweise ruhige R'n'B-Nummer in vielen Ländern auf Platz eins der Charts behauptet, dürfte Mariah auch dem mitunter recht freizügigen Video zu verdanken haben. Auf die optischen Vorzüge der drallen Blondine muss man auf CD zwar verzichten, kann aber wenigstens noch mit der verführerisch geflüsterten Aufforderung, ihren Body zu "touchen", vorlieb nehmen.

Heiter bis sonnig geht es schließlich mit "Cruise Control" weiter: Zusammen mit Marley-Abkömmling Damian lädt Mariah bei Reggae-Klängen zum Entspannen am Strand ein und verbreitet somit pures Urlaubs-Feeling. Das von Scott Storch (Chris Brown, Ice Cube, DMX) produzierte "Side Effects" poltert hingegen mit einem netten Elektro-Synthesizer-Beat über die Boxen. Unterstützung gibt es hierbei von Young Jeezy. Beschwingt geht es mit Songs wie "I'm that Chick" oder "O.O.C." dann weiter, ehe sich Mariah mit "I wish you well" in klassischer – soll heißen: viel Piano und viel Stimme, sonst nichts – Balladen-Manier auch wieder verabschiedet.

Zwar wird mancher Fan noch immer diesen alten stimmgewaltigen Tagen nachtrauern, aber auch die neuen, von knackigen Hip-Hop-Beats sowie Dance-, Reggae- und Elektro-Einflüssen geprägten Nummern können sich hören lassen und machen "E=MC²" zu einem würdigen Nachfolger ihres letzten Erfolgsalbums aus dem Jahre 2005.

Fazit: 8,5 von 10 mit der Masse zum Quadrat der Lichtgeschwindigkeit multiplizierten Punkten

Andreas Graf

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