Mo, 20. November 2017

Ende April geht‘s los

03.04.2008 15:11

Bregenz freut sich auf die Bond-Dreharbeiten

Die Vorbereitungen für die Dreharbeiten zum James-Bond-Film "Quantum of Solace" auf der Bregenzer Seebühne laufen weiter auf Hochtouren. Am Donnerstag präsentierten die Festspiele mit Karine Babajanyan und Sebastien Soules die "Tosca"-Solisten, die beim Dreh auf der Bühne stehen werden. Der genaue Inhalt der in Bregenz geplanten Szenen blieb weiter geheim. Produktions-Assistent Gregg Wilson verriet nur so viel: "Es wird eine sehr aufregende und spannende Situation sein."

Wilson ist ein Enkel von Albert R. Broccoli, der gemeinsam mit Harry Saltzman die Bond-Filmreihe ins Leben gerufen hat. Im vergangenen Jahr habe er die "Tosca" auf der Bregenzer Seebühne gesehen und sei hingerissen gewesen. Bregenz sei eine "fantastic city", zeigte sich Wilson begeistert. Über den Inhalt der Szenen in Bregenz schwieg sich Wilson zwar aus, dennoch ließ er wissen: James-Bond-Darsteller Daniel Craig freue sich sehr auf die Dreharbeiten auf der Seebühne.

Dass sie sehr "neugierig" und "aufgeregt" seien, bekannten auch Babajanyan und Soules, die bei den Dreharbeiten auf der Seebühne die "Tosca" und "Scarpia" darstellen werden. Babajanyan zeigte sich auch darüber glücklich, "dass die Oper durch den James-Bond-Film populär wird". Man werde Szenen aus allen drei Akten zu spielen haben. Soules sagte, er gehe von viel Wartezeit aus. "Wir müssen jeden Tag zwischen 18.00 und 6.00 Uhr verfügbar sein. Aber ich habe bis Mitte Juni alle Termine abgesagt und darf daher auch krank werden", scherzte Soules in seiner Anspielung auf die möglicherweise sehr kalten Vorarlberger Nächte zu Anfang Mai.

250 Crewmitglieder und 1.500 Statisten
Der kaufmännische Direktor der Bregenzer Festspiele, Franz Salzmann, bezeichnete es als "besondere Herausforderung", bereits vor dem Sommer praktisch eine komplette "Tosca"-Aufführung zu inszenieren. Die Oper sei ein Teil der globalen Unterhaltungsindustrie geworden, freute sich Salzmann darüber, dass James Bond in Bregenz zum ersten Mal in die Oper gehen wird. Zur wirtschaftlichen Bedeutung des Drehs auf der Seebühne sagte der kaufmännische Direktor: "Es werden 250 Damen und Herren vom Drehteam da sein, dazu 1.500 Statisten. Ich denke, es gibt kein Hotelbett mehr", so Salzmann. Zudem würden die Bregenzer Bars während der Drehtage um 6.00 Uhr öffnen, damit man nach Abschluss der täglichen Dreharbeiten dem Team noch etwas zu bieten habe.

Leonhard Gmür von der Schweizer Produktionsfirma "Unicorn Media", der im Jänner das Statisten-Casting durchgeführt hat, verriet zur Szene in Bregenz, "dass es eine für den Film wichtige" sein werde. Der See werde in einer 500 Meter-Zone um die Bühne abgesperrt sein. Derzeit verschicke man Ab- und Zusagen an die rund 5.300 Personen, die sich beim Casting bewarben. Laut Gmür beginnen ab 17. April die ersten Kostümproben für die Statisten im Festspielhaus und in einem 1.000 Quadratmeter großen Zelt auf dem Festspielparkplatz. Die Dreharbeiten werden in Feldkirch (in der Nacht auf 30. April) und auf der Seebühne (bis 9. Mai) stattfinden.

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