Mo, 23. Oktober 2017

Jetzt doch wieder...

02.04.2008 11:10

Mills will Details aus der Ehe öffentlich machen

Hört das denn nie auf? Trotz der Millionenabfindung für seine Ex-Frau muss der ehemalige Beatle Paul McCartney möglicherweise doch damit rechnen, dass Heather Mills unschöne Einzelheiten des Ehestreits an die Öffentlichkeit bringt. Über ihren neuen Anwalt David Rosen ließ die 40-Jährige jetzt wissen, sie erwäge eine Klage auf Freigabe bisher geheimer Dokumente ihres Scheidungsverfahrens.

Mills gehe es dabei aber keineswegs um Geld, erklärte Rosen laut britischen Medienberichten. Sie sei "kein Goldgräber" und mit der in ihrem fast zweijährigen Scheidungsverfahren erstrittenen Summe von insgesamt 24,3 Millionen Pfund (nach aktuellem Kurs 30,7 Millionen Euro) "sehr glücklich". Vielmehr wolle Mills dem schlechten Eindruck entgegentreten, den der Richter in seiner ausführlichen Begründung des Scheidungsurteils von ihr vermittelt habe.

Denn Richter Hugh Bennett beschrieb Mills als eine "alles andere als eine beeindruckende Zeugin". "Nicht nur widersprüchlich und falsch", sondern auch "auch alles andere als aufrichtig" seien ihre Angaben gewesen.

McCartney bekam das eindeutig bessere Zeugnis vom Richter: Der Sänger habe sich "in gemäßigter Art und Weise" zeitweise irritiert aber auch verärgert gezeigt, hieß es. "Er war widerspruchsfrei, akkurat und aufrichtig." Über Mills, der wegen eines Unfalls ein Bein fehlt, hieß es in dem 58 Seiten langen Papier, das im Internet einsehbar ist (siehe Infobox), sie habe eine "eigenwillige und unbeirrte Persönlichkeit." Wobei der Richter versöhnlich hinzufügte, Mills sei "eine sanfte Person", die sich ihrer Wohltätigkeitsarbeit verschrieben hätte. Ihren Fall habe sie stets mit "eisernem Willen" verfolgt.

Zweijähriger Rosenkrieg nach vier Jahren Ehe
Die Ungereimtheiten bezogen sich unter anderem auf Mills Angaben zu ihrem Vermögen, die nicht korrekt gewesen sein sollen. Die Veröffentlichung des Urteils ist auch deshalb eine Besonderheit in dem zwei Jahre dauernden Rosenkrieg, weil dieser bisher vor allem von Geheimniskrämerei und allerlei Spekulationen geprägt war - auch wenn nun nur die Details des Urteils bekannt wurden.

Mills und McCartney hatten sich im Mai 2006 getrennt und standen seitdem in einem erbitterten Streit über die Details der Scheidung. Mills hatte zunächst 125 Millionen Pfund von McCartney gefordert, dieser bot ihr jedoch ursprünglich nur 15,8 Millionen Pfund an.

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