Mi, 22. November 2017

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01.04.2008 15:19

Britische Fluglinie mietet sich Passagiere

Günstiger geht es wohl nicht mehr: Die britische Fluggesellschaft „flybe“ hat 172 Leiharbeiter dafür bezahlt, damit sie von England nach Irland fliegen. Grund: Das Unternehmen musste bis Montag eine festgelegte Passagierquote erreichen, um von der englischen Flughafen-Gesellschaft in Norwich einen Bonus zu bekommen. Und dabei ging es immerhin um 280.000 Pfund!

Pro Jahr muss „flybe“ auf der Route Dublin – Norwich mindestens 15.000 Passagiere transportieren. Vor dem Ablaufen der Frist am Montag fehlten allerdings noch 172 Gäste auf die Mindestquote. Also hat die Billigfluglinie kurzerhand entschieden, die auf die Menge fehlenden Passagiere einfach zu „mieten“ und bezahlten Zeitarbeitskräften umgerechnet zwischen etwa 40 und 50 Euro – inklusive kostenlosem Bordservice und Entertainment während des Fluges.

Ein verzweifelter Schritt, der laut „flybe“-Wirtschaftschef Mike Rutter „zugegebenermaßen wie ein verfrühter Aprilscherz klingt“. Denn hätte das Unternehmen die Passagierquote nicht erreicht, wäre ihnen der Bonus in der Höhe von 280.000 Pfund (403.200 Euro) durch die Lappen gegangen.

Der Flughafen-Chef hingegen bezeichnete die Aktion als „lächerlich“ und betonte, dass die Vorgabe gewesen sei, die Quote mit zahlenden Passagieren zu erfüllen.

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