Sa, 18. November 2017

Steigende Gewalt

28.03.2008 18:48

Volksschüler brach 12-Jährigem Ellbogen

Ein gebrochener Ellbogen eines Zwölfjährigen in Gallspach und ein Polizeieinsatz wegen eines 13-Jährigen, der in Linz mit einer Schere Mitschüler bedrohte: Das sind nur zwei brandaktuelle Fälle von Gewalt unter Kindern. Bei einer Umfrage gaben 80 Prozent der Lehrer an, täglich Probleme mit „Schlägern“ zu haben.

Im Grieskirchner Spital musste der Zwölfjährige aus Gallspach fast drei Stunden lang operiert werden, nachdem ihm am Donnerstagnachmittag ein zehnjähriger Volksschul-Kollege am Spielplatz vor der Schule bei einer Rauferei den Ellbogen gebrochen hatte. „Es passierte nach der Schule und auch nach der Nachmittagsbetreuung, aus der der jüngere Bub ohnehin ausgeschlossen war, weil es schon vorher Probleme gegeben hatte“, heißt es in der Gallspacher Volksschule. Und: „Wir können die Kinder nicht auch noch nach Hause begleiten. Eltern haben auch Verantwortung.“

Der nächste Vorfall passierte Freitag früh in Linz. Hier bedrohte ein 13-Jähriger Schulkollegen mit einer Schere, hielt sich das spitze Werkzeug auch selbst an den Hals. Die Lehrerin alarmierte die Polizei, die den Amtsarzt einschaltete.

Diese Vorfälle unterstreichen die alarmierenden Ergebnisse der Umfrage des Vereins „Neustart“ unter 11.000 Lehrern, Eltern und Schülern: 80 Prozent der Pädagogen, 75 Prozent der Eltern und 78 Prozent der Schüler klagten über Gewalt an den Schulen. Während früher Schluss war, wenn einer am Boden lag, wird jetzt das Hintreten oft mit Handys gefilmt, um die Videos zu verschicken…

Symbolfoto: Klemens Groh

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