Fr, 15. Dezember 2017

Klima-Einschnitt

18.03.2008 18:34

Voest könnte wegen EU-Plänen Produktion kappen

Voestalpine-Chef Wolfgang Eder droht - wieder einmal - mit Produktions- und Investitionskürzungen in Linz, falls die EU „überzogene“ CO2-Ziele weiter verfolge. Politiker äußern Verständnis für Eders Kritik gegen zu hohe Umweltauflagen, die „Musterschüler“ wie die Voest quälen. Sie hat seit 1990 ihre CO2-Emission um 20 Prozent reduziert.

Die voestalpine plant einen neuen Stahl-Standort am Schwarzen Meer - wohin laut Eder auch ein Teil der derzeit noch im Ausbau stehenden Linzer Produktion verlagert werden könnte, wenn die EU dem Unternehmen in Sachen CO2-Reduzierung zu starke Lasten aufbürde. Das bekräftigte der Voest-Generaldirektor im Wirtschaftsblatt.

Politiker wie FP-Chef Lutz Weinzinger und SP-Boss Erich Haider äußern Verständnis für Eder, soweit es um seine Kritik an den EU-Umweltplänen für den Klimaschutz geht: „Wir in Österreich und Europa können die Bürde nicht allein auf uns nehmen. Asien und die USA müssen endlich auch ihre Hausaufgaben in puncto Klimaschutz machen“, so Weinzinger.

Auch LH Josef Pühringer (VP) schaltet sich ein und fordert von Brüssel: „Erstens Fairness für jene, die schon jetzt die höchsten Umweltstandards haben. Dazu gehört im Stahlbereich auch die voestalpine. Und zweitens Planungssicherheit: Es darf keinesfalls dazu kommen, dass Brüssel mit einer endgültigen Entscheidung über die CO2-Richtlinien bis 2011 wartet!“ Jedenfalls müsse zum Klimaschutz der Arbeitsplatzschutz dazukommen.

 

Foto: Markus Wenzel

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