Di, 21. November 2017

Abenteuersuche

14.03.2008 22:05

Reiseboom erhöht die Seuchengefahr

Es ist eine Völkerwanderung auf Zeit: Alleine im Vorjahr unternahmen laut einer Erhebung von Statistik Austria 5,1 Millionen Österreicher ab 15 Jahren zumindest eine Urlaubsreise. Weil die Reisen auch immer ausgefallener werden, mahnen die Ärzte zu Vorsicht und Vorsorge. So würden weltweit zunehmend Seuchen und Infektionen durch Fernreisen vom Urlaubs- ins Heimatland importiert.
Bei der 13. Linzer Reisemedizinischen Tagung am 29. März wird auch das immer vielfältigere Urlaubsverhalten der Österreicher diskutiert werden: So buchen Landsleute zunehmend neben Erholungs- und Besichtigungsreisen auch Safaris, Trekking- und Abenteuertrips, Expeditionen, Öko-, Pilger- und Wanderreisen. Ein lebensgefährlicher Trend ist beispielsweise der massenhafte Alpin- und Höhentourismus. Bei Touren in der Todeszone in 7000 Metern kommt jeder 25. nicht mehr lebend zurück.


„Dieser boomende Reiseverkehr quer über den Globus macht reisemedizinische Beratung immer wichtiger“, betont Gesundheitslandesrätin Silvia Stöger. Beim Land gibt es dafür die Reisemedizinische Beratungs- und Impfstelle.


„Skurril“, findet Oberarzt Martin Haditsch vom Tropenmedizinischen Institut der Linzer Elisabethinen, dass viele Oberösterreicher schon den Wert von simplen Vorbeugemaßnahmen wie Händewaschen oder Impfungen in Frage stellen würden: „Es herrscht die Annahme, dass mit den Mitteln der modernen Medizin ohnedies alles repariert werden kann.“


Foto: Horst Einöder
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