Di, 17. Oktober 2017

Kunst und Können

02.03.2008 20:27

Drei Landsleute gestalten edle ¿Silberlinge¿

„Die meisten unserer Münzen haben eine oberösterreichische Seele“ – mit solchen poetischen Worten lobt Bernhard Urban, Sprecher der „Münze Österreich“, seine Vorzeigemitarbeiter. Denn in der Graverie, dem Herz der Prägeanstalt, sind drei der vier Designer aus Oberösterreich.
Diese drei Münzgestalter sind Herbert Wähner (48) aus Steyr, Chefgraveur Thomas Pesendorfer (54) aus Walding und Helmut Andexlinger (34) aus Haslach. Der Jüngste im Bunde sorgte vergangene Woche für Schlagzeilen, weil sein Entwurf für die neue 2-Euro-Münze den zweiten Platz belegt hatte. Eine Ehre, die für den Mühlviertler längst Routine geworden ist, denn Andexlinger „sammelt“ Auszeichnungen schon fast im Akkord.


Wie kommt man so weit? Andexlinger hat die Fachschule für Kunsthandwerk in Steyr besucht, dort vier Jahre Goldschmied und zwei Jahre Graveur gelernt. Doch als das junge Talent 1995 bei der „Münze Österreich“ anfing, begannen nochmals Lehrjahre. Erst nachdem Andexlinger Schleifen, Stempelabziehen und Punzenherstellen gelernt hatte, durfte er als Designer arbeiten.


Aber lassen wir den Graveur selbst erklären, wie eine Münze zu ihrem Erscheinungsbild kommt: „Der Vorstand und das Marketing geben ein Thema vor, zum Beispiel das Jubiläum eines Orchesters. Jeder Künstler recherchiert selbstständig und fertigt in der Privatzeit einen Wettbewerbsentwurf an. Die Jury entscheidet dann“, erzählt Andexlinger. Besonders beeindruckend ist dabei, dass auch im Computerzeitalter sowohl der zeichnerische Entwurf als auch die Umsetzung in das Gipsmodell zu hundert Prozent in Handarbeit geschehen. Ein Handwerk, das nicht nur Kunstfertigkeit verlangt, sondern auch gestalterische Kraft.


Foto: Münze Österreich
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