Mi, 22. November 2017

Langzeitvermisste

22.02.2008 21:05

Auch Aussteiger halten Kriminalisten auf Trab

Mord, Unfall oder Aussteiger? Während es zum vermissten Casino-Besucher Franz H. (39) aus Klaus nun eine erste Spur gibt, machen Langzeitvermisste den Kriminalisten und Fahndern noch immer Kopfzerbrechen. Allein heuer wurden schon 14 Minderjährige, die alle wieder da sind, und vier Erwachsene als vermisst gemeldet.
Seit 16. Februar wurde fieberhaft nach dem Immobilienhändler Franz H. gesucht. Er hatte an diesem Tag ein Casino in Linz-Urfahr besucht, war dann – wie berichtet – nicht mehr nach Hause gekommen. Im Zuge der Fahndung wurde sein Auto (in dem Jacke und Handy lagen) bei Krems gefunden. Suchaktionen blieben erfolglos. Ein Verbrechen musste befürchtet werden. Nun konnten die Fahnder aber ermitteln, dass der Ehemann seine Flucht geplant und vorbereitet hatte, noch am 16. Februar Österreich ins benachbarte Ausland verließ und dort unversehrt lebt.


Anders bei anderen Vermisstenfällen in Oberösterreich: So verschwand am 22. September 2003 am Traunstein der 19-jährige Romeo Bachmayr aus Gmunden. Er war zu einem esoterischen Überlebenstraining aufgebrochen. Trotz zahlreicher Suchaktionen wurde von ihm keine Spur gefunden. Ebenso wie vom 17-jährigen HTL-Schüler Markus Rohrhuber aus Linz. Er hatte am 11. Mai 2000 nach dem Frühstück das Internat in Hallstatt verlassen, um in die HTL zu gehen – dort kam er aber nie an. In einem Brief an seine Eltern kündigte er an, unter neuem Namen unterzutauchen. Im Sommer 2004 soll er in Berlin gesehen worden sein – bestätigt wurde das nie.


Auch das Schicksal des seit 7. November 1994 vermissten Seglers und Erfinders Peter Arigi aus Schörfling ist noch immer rätselhaft: Der damals 52-Jährige hatte an jenem Tag seine Schwiegermutter von Seewalchen nach Bad Ischl chauffiert. Frau und Sohn warteten vergebens auf seine Rückkehr. Nur sein Auto und Pass wurden gefunden: beim Linzer Hauptbahnhof.


Foto: Sid f. OÖ
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