Mi, 13. Dezember 2017

Schwerer Verdacht

21.02.2008 17:22

Ermittlungen gegen Franjo Pooth eingeleitet

Gegen Franjo Pooth, den Ehemann von Werbestar Verona Pooth, wird wegen des Verdachts der Bestechung und der Insolvenzverschleppung ermittelt. Unterdessen wird in deutschen Medien gerätselt, wie viel Verona über die 14-Millionen-Pleite ihres Mannes gewusst hat.

Das Verfahren gegen Franjo Pooth sei am Donnerstag eröffnet worden, sagte der Sprecher der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft, Johannes Mocken. Auch gegen den Düsseldorfer Sparkassen-Chef Heinz-Martin Humme werde ermittelt - wegen des Verdachts der Untreue. Pooth soll sich mit kostspieligen Geschenken an Bank-Manager einen Millionenkredit für seine inzwischen insolvente Firma Maxfield erschlichen haben – obwohl aus dem Verwaltungsrat massive Bedenken geäußert worden seien.

Wie viel weiß Verona?
Wie die „Bild“ berichtete, gerate auch Verona zunehmend ins Blickfeld. Sie soll von der Firma profitiert haben. Ein Informant behaupte, Maxfield habe „viel für Verona bezahlt“. So schreibt die deutsche Zeitung, dass Veronas Firma „Verona Dreams“ in der Zentrale von Maxfield Büros habe, für die keine Miete bezahlt worden sei. Außerdem soll die Firma die Versicherung für ihren Wagen übernommen haben. Dazu kämen Frauenabende, eine Weste für Söhnchen Diego, Reinigung etc. Insgesamt, so die „Bild“, bis zu 1.000 Euro im Monat.

"Das Ganze wird sich bestimmt sehr schnell aufklären"
"Wir sind froh, dass die Staatsanwaltschaft jetzt ermittelt. Dann wird sich das Ganze bestimmt sehr schnell aufklären", sagte Alain Midzic, der Manager von Verona Pooth und Freund der Familie. Weil es sich um ein schwebendes Verfahren handele, könne Franjo keine Stellung nehmen - "und Verona liegt krank im Bett". Verona hatte sich bereits am Mittwoch in der Sendung von Johannes B. Kerner zu den Vorwürfen gegen ihren Mann äußern wollen, aber kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen abgesagt. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Sparkassen-Vorstand mit einem Fernseher dazu bewegt werden kann, eine 15-Millionen-Investition zu tätigen", sagte Midzic.

Insgesamt wird laut Staatsanwaltschaft in dem Komplex gegen fünf Beschuldigte ermittelt. Auch gegen einen bereits beurlaubten Sparkassen-Vorstand sei ein Verfahren wegen des Verdachts der Untreue und der Bestechlichkeit eingeleitet worden. Zudem gerieten ein weiterer Sparkassen-Mitarbeiter sowie Pooths Partner als Geschäftsführer bei Maxfield ins Visier der Staatsanwälte.

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