Fr, 15. Dezember 2017

Strenge Regeln

18.02.2008 16:04

Busfahrerin nimmt Berufspflichten etwas zu ernst

Eine US-amerikanische Busfahrerin, die ihre beruflichen Pflichten sehr ernst nimmt, hat in Texas einen Bus voller Ex-Häftlinge an einer Raststation angehalten und sich geweigert, weiterzufahren. Sie müsse für mehrere Stunden eine Pause machen, weil sie an diesem Tag ihr Stundensoll an Fahrzeiten erreicht habe, erklärte sie den verdutzten Businsassen.

"In 31 Berufsjahren habe ich so etwas noch nicht erlebt", erzählt der Polizeibeamte Lamoin Lawhon aus Corsicana im US-Bundesstaat Texas.

Mit Fußfesseln in Raststation spaziert
Die 40 Passagiere des Busses waren gerade aus dem staatlichen Gefängnis in Huntsville entlassen worden und sollten zu einem Busterminal nach Dallas gebracht werden. Einige der Ex-Häftlinge hatten sogar noch Fußfesseln an, da die Überstellung nach Dallas noch zum Gefängnisaufenthalt zählte...

Als die penible Busfahrerin das Gefährt nur wenige Meilen vor Dallas an einer Raststätte entlang des Highways abstellte, trauten nicht nur die Passagiere ihren Augen nicht. Ein erschrockener Angestellter der Raststation rief sofort die Polizei, als er den Bus voller Häftlinge sah.

Da nützte es auch nichts, dass die Bus-Chauffeurin versicherte, einen Kollegen anzufordern, der die Fahrt fortsetzt.

Ein Sprecher des Busgesellschaft verteidigte die Angestellte, denn die Busfahrer müssten strikte Regeln befolgen und Pausen einhalten.

Ex-Knackis mit "guter Führung"
Die Ex-Häftlinge führten sich bei ihrem ersten Aufenthalt in Freiheit nach langer Zeit jedenfalls sehr vorbildlich auf. Ein Polizist: "Als wir zur Raststation kamen, saßen sie um den Bus herum und aßen. Sie haben sich wirklich sehr gut benommen."

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