Do, 19. Oktober 2017

Rascher Erfolg

17.02.2008 19:08

Gescheiterter Räuber ist nun gefasst

Er wollte besonders schlau sein, nun steht ein gescheiterter Bankräuber aber ziemlich dumm da: Das Landeskriminalamt konnte einen Arbeiter (24) aus Lambach ausforschen und überführen, der am 22. Jänner versucht hatte, in Wartberg ob der Aist die Sparkassenfiliale zu überfallen. Er scheiterte, weil der Bankstellenleiter unmittelbar zuvor die Eingangstür versperrt hatte - es war bereits Dienstschluss…

Es war gut ausgedacht, doch der Fehler lag im Detail. Der Arbeiter Bernhard R. (24) aus Lambach, für den die Unschuldsvermutung gilt, hatte am 22. Jänner vom Bahnhof Pregarten aus die örtliche Polizei alarmiert: Ein vierjähriges Mäderl sei vermisst. Drei Funkstreifen rückten aus, während der Verdächtige in die Gegenrichtung losfuhr - nach Wartberg ob der Aist. Dort stellte er seinen VW-Transporter in Tatortnähe ab, radelte mit einem mitgebrachten Drahtesel zum Bankgebäude. Mit einer Faschingsmaske getarnt und einer Kapuze vermummt, wollte Bernhard R. um 17.06 Uhr die Sparkasse betreten. In einer Umhängetasche hatte er eine täuschend echte Spielzeugpistole. Doch die Tür war verschlossen. Bernhard R. entkam trotz einer Alarmfahndung.

Bis schließlich die Kriminalisten vor seiner Tür standen. Die Ermittler hatten in mühsamer Kleinarbeit aufgrund des auffälligen Transporters den Verdächtigen ausfindig gemacht. Bernhard R. gestand die Tat, gab an, nach einem Hausbau in die Schuldenfalle gerutscht zu sein. Er wurde wegen versuchten Raubes und Vergehen des Missbrauchs von Notzeichen angezeigt.

Vor Gericht wird´s nochmals spannend: Wertet der Richter den misslungenen Coup als „Rücktritt vom Versuch“, könnte Bernhard R. freigehen. Sonst drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft. Zwei unpünktliche Gauner, die im Vorjahr in Steyr ebenfalls vor versperrter Bank standen, erhielten acht und zehn Jahre Haft.

Keine neuen Spuren gibt es hingegen derzeit zum Bankräuber von Katsdorf.

 

Foto: SID

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